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13.03.2013

Lebenspark steht unter Zwangsverwaltung

Die Situation um das Parkgelände in Alt Rehse spitzt sich zu. Für die Betreibergesellschaft ist ein Insolvenzverwalter bestellt worden – vorläufig, wie es heißt.
Von unserem Redaktionsmitglied
Carsten Schönebeck

Alt Rehse. Bisher geben sich die Betreiber des Lebensparkes in Alt Rehse kämpferisch. Auf ihrer Internetseite sucht die Tollense GmbH nach Geldgebern. Ein selbst gedrehtes Video wurde vergangene Woche von Bewohnern des Geländes veröffentlicht, das den Park und das Projekt von den schönsten Seiten zeigt. Die Botschaft: „Wir haben noch viel vor“. Doch das Amtsgericht Neubrandenburg hat jetzt einen vorläufigen Insolvenzverwalter benannt. Ohne die Zustimmung des Potsdamer Anwalts dürfen die Betreiber nicht mehr über ihr Vermögen verfügen. Er bekommt Zugang zu Geschäftsunterlagen und -räumen.
„Der Verwalter wird einen Bericht über den Zustand des Unternehmens vorlegen“, so Petra Hoeveler, Richterin am Amtsgericht. Dann sei zu entscheiden, ob ein Insolvenzverfahren eröffnet wird.
Laut dem Video, das auf der Internetplattform Youtube zu sehen ist, werden auf dem Gelände zurzeit der Hofladen und das Gastronomiezentrum modernisiert. Das dürfte sich ab jetzt schwierig gestalten, denn das Amtsgericht kappt vorerst die Einnahmen des Parks. Der Beschluss verbietet eventuellen Schuldnern, ihre Rechnungen an die Tollense GmbH zu begleichen. Das soll der Sicherung des Vermögens dienen.
Die Betreiber sind seit mehreren Monaten mit ihren Raten an den Besitzer des Geländes im Verzug. Eine knappe Million Euro sind nach eigenen Angaben bisher an Gerd Preissing geflossen. Etwa der gleiche Betrag sei zur Erfüllung des Kaufvertrages noch fällig gewesen. Für die regionalen Verhältnisse viel zu viel, wie die Betreiber inzwischen sagen.
Preissing hatte im Februar erklärt, er sei aufgrund der ausbleibenden Zahlungen vom Kaufvertrag zurückgetreten und habe vor, das Gelände anderweitig zu veräußern. Bereits gezahlte Gelder will er vorerst nicht zurückerstatten. „Das sollen die Gerichte klären“, so Preissing.

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c.schoenebeck@nordkurier.de
13.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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