Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
18.09.2017

Lecker Leckmuschel! Edles Essen auf der Burg

Nach der ersten Burmé ist vor der zweiten Burmé: Die Premiere der Veranstaltung „Gourmet auf der Burg“ in Penzlin kam am Sonntag bei Köchen wie Gästen richtig gut an. Klar, dass da schon jetzt eine Fortsetzung geplant wird.

Penzlin. Neun Sterneköche und 25 Küchenmeister, zehn Hersteller von regionalen Spezialitäten, ein Angler Sattlerschwein und eine Burg: Bei der „Gourmet auf der Burg“ – kurz Burmé – kamen Fans von hochwertiger, ausgefallener und gesunder Küche voll auf ihre Kosten.
Darunter war so manch edle Komposition – auch wenn sie sich im ersten Moment nicht wie eine Gourmetspeise anhörte und eventuell auch nicht aussah. So nannte Sternekoch Pierre Nippkow seine maritime Kreation „Leckmuschel“ und André Münch von der Yachthafenresidenz Hohe Düne schuf den Namen „Komposthaufen“. „Momentan ist es die Zeit, in der viele Leute ihre Sachen kompostieren oder Obst und Gemüse einwecken“, erklärte der Koch. Das sollte sich auch in seinem kulinarischen Modell widerspiegeln. So hatte er beispielsweise Möhren, Perlzwiebeln und Pastinaken eingeweckt, Schalen von jungen Kartoffeln frittiert, Äste aus Buchenmehl gebacken und eine Marmelade aus roten Zwiebeln gekocht. Zwischen all diesen Komponenten platzierte er noch ein Onsen-Ei.
Bei den Besuchern kam seine Kreation super an. „Bei diesem Gericht wurde deutlich, welche unterschiedlichen Möglichkeiten es gibt, ein Ei zuzubereiten“, sagte Katharina Clausohm. Die Qualität des Essens ist einfach hervorragend, ergänzte Kirsten Zahrnt. „Es ist toll, wenn man mit Köchen, bei denen man auch ab und zu essen geht, ins Gespräch kommt“, sagte Kirsten Zahrnt. So besuche sie ab und zu das Gutshaus Stolpe bei Anklam und die „Alte Schule“ in Fürstenhagen. Bernd Ebert schaute nicht nur an den Kochständen, sondern auch beim Workshop von Jan Militzer und Steffen Rehberg vorbei. Die beiden zerlegten im Rittersaal Stück für Stück das Angler Sattlerschwein und gaben zudem Tipps für die Zubereitung. „Man muss nicht immer auf das Filet zurückgreifen, sondern das Fleisch von anderen Teilstücken schmeckt auch“, sagt Ebert. Unter den Sterneköchen war auch Stefan Wollert vom Gutshof Liepen aus Neetzow-Liepen. Für den 43-Jährigen stand die Zubereitung der Speisen nicht im Mittelpunkt von Burmé. Für ihn war es wichtig, viele bekannte Gesichter mal wieder zu treffen und sich auszutauschen. Mit einigen von ihnen habe er sogar schon mal zusammen gearbeitet. „Stefan Frank war mal mein Küchenchef“, sagt Wollert. Auch seinen ehemaligen Chef, Helmar Misch vom „Wiekhaus 45“, habe er in Penzlin getroffen. „Das war ein Gänsehaut-Moment“, erzählt er. Zudem freue er sich auf die Workshops, die am heutigen Montag auf der Burg stattfinden. Er gehe davon aus, dass es eine zweite Auflage von Burmé geben.
Das bestätigt Holger Gniffke, Veranstalter von „Gourmet in der Burg“ und Geschäftsführer der DLE GmbH. Der Termin sei für den 16. September 2018 geplant, sagt Gniffke. „Ich glaube, wir stehen am Beginn einer großen Tradition in Penzlin“, blickt der 47-Jährige voraus. Er sei sehr zufrieden, sagte er mit Blick auf die erste Burmé. So hätten sich die Köche, die auf der Burg waren, sehr wohl gefühlt. Auch von den rund 200 Besuchern – die Anzahl war auf 200 limitiert – hatte er nur positive Rückmeldungen erhalten.
Das Besondere an Burmé sei, dass die Besucher an Workshops teilnehmen und dabei unter anderem auch mit den Köchen ins Gespräch kommen. Die Gäste hätten auch die große Bandbreite der Köche – von klassisch wie Stefan Frank bis zu sehr reduziert wie Pierre Nippkow – honoriert.
Kontakt zur Autorin
n.schuldt@nordkurier.de

18.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de