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13.06.2013

Lernen von den Tipps des Garten-Profis

Manchmal lohnt sich ein Nordkurier-Abonnement noch mehr als sonst. Einige unserer Leser kamen in den Genuss einer exklusiven Gratis-Führung durch den Garten von Marihn. Und so manchen wertvollen Tipp für die eigenen Beete gab es obendrein.
Von Jörg Döbereiner

Marihn. Wenn einer den Garten von Marihn kennt, dann Horst Forytta. 2007 hat er den Garten begründet, zwei Jahre später war Marihn Außenstandort der Bundesgartenschau von Schwerin. Seither ist die Anlage mit ihren imposanten Rosenbeeten ein Besuchermagnet. In diesem Jahr öffnet der Garten am 21. Juni seine Pforten für die Öffentlichkeit. Doch schon am Mittwoch begrüßte Horst Forytta einige Nordkurier-Abonnenten zur exklusiven Führung.
Nachdem bei der ersten Abonnenten-Führung im März noch 20 Zentimeter Schnee gelegen hatten, meinte es das Wetter diesmal gut. Bei strahlendem Sonnenschein spazierte die Gruppe zwischen Beeten und Hecken umher und lauschte den Erklärungen des Garten-Profis. „Alles, was sie sehen, ist neu angelegt“, brachte der die Besucher ins Staunen. Auf 15 Hektar hegen und pflegen die Mitarbeiter in Marihn ausschließlich Nutzpflanzen. „Außer den Hecken ist alles essbar“, ließ Horst Forytta wissen. Wer mit Blick auf die groß angelegten Rosenbeete ungläubig den Kopf schüttelte, den belehrte er eines besseren. Rosensirup wird aus den Blumen der Liebe ebenso hergestellt wie Schnaps, den die Brennerei Zinzow für den Garten produziert. Und vom Rosengelee aus den Marihner Blüten zeigte sich einst sogar Spitzenkoch Johann Lafer begeistert.
„Ihre Rosen sehen so gesund aus – spritzen Sie die?“, wollte eine Leserin wissen. Ja, die Rosen werden gespritzt, antwortete Horst Forytta. Allerdings nicht mit Chemie. Wichtigstes Spritzmittel ist der Acker-Schachtelhalm, auch Zinnkraut oder Scheuerkraut genannt. Er wirkt als Stärkungsmittel und macht es Schädlingen schwer, die Pflanzen anzugreifen. „Das kann man auch im eigenen Garten problemlos anwenden“, riet Horst Forytta der Gruppe. Auch zur erfolgreichen Blattlaus-Bekämpfung hatte der Experte einen Tipp parat: Mit einer Mischung aus Wasser, Spiritus und flüssiger Seife kann man die ungeliebten Besucher schnell loswerden.
Noch sieht der Garten von Marihn nicht überall vollkommen besucherfreundlich aus, wie Horst Forytta selbst zugibt. Manche Frühblüher sind gerade erst verblüht und noch haben keine neuen Pflanzen ihren Platz eingenommen. Und einige Hecken müssen vor dem Saisonstart noch geschnitten werden. In anderen Ecken der Anlage sprießen die Blüten dafür aber schon in voller Pracht. Der lila blühende Zierlauch beispielsweise ist ein echter Blickfang, an dem manche aus der Gruppe nicht vorbei kamen, ohne einmal das Näschen in die Blüte zu stecken.
Von der vielfältigen, weitläufigen Anlage zeigten sich die Nordkurier-Abonnenten begeistert. „Es ist erstaunlich, wie Horst Forytta das in so kurzer Zeit geschafft hat“, meinte Leser Rainer Priese. „Bei mir gehen gerade von den großen Pflanzen immer wieder einige ein.“ Andere Leser waren erstaunt darüber, dass der Garten mit nur fünfeinhalb Arbeitsstellen bewirtschaftet wird. „Hier müssten ja 100 Menschen arbeiten“, meinte eine Leserin.
Besonders genau hörte die Gruppe immer dann hin, wenn es einen weiteren Rosen-Tipp für den eigenen Garten gab. „Schneiden Sie die Rosen nach dem letzten Frost ruhig ganz bis zum Boden ab“, empfahl Horst Forytta der Gruppe. Das schade gar nichts, ganz im Gegenteil. Mit dem großzügigen Schnitt würden auch Krankheiten entfernt. Und die Rosen würden trotzdem zu alter Größe wachsen.

Kontakt zum Autor
j.doebereiner@nordkurier.de
13.06.2013 
Quelle: Nordkurier 

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