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13.07.2017

Lesen tut immer gut – das gilt auch für die Sommerferien

Das wechselhafte Sommerwetter lädt geradezu zum Lesen ein. Das wissen auch die Bibliotheken in der Region und laden die Ferienkinder zur sommerlichen LeseLust ein. In Penzlin stehen 300 Bücher zur Auswahl. Obendrein winkt eine Freikarte für ein großes Fest.

Penzlin. Den Ständer mit den Videos kann Susan Lambrecht vorerst ein wenig zur Seite schieben. Braucht sie den Platz doch für etliche Stuhlreihen. Schließlich haben sich Penzliner Grundschüler in der nächsten Woche für zwei Tage in der Stadtbibliothek angesagt. Dazu zählen die Zweitklässler der Johann-Heinrich-Voß-Schule, die von der Bibliothekarin in das A und O der Buchausleihe eingeweiht werden. Die Schüler der zwei vierten Klassen wollen sich über die Aktion FerienLeselust informieren, die landesweit in dieser Woche gestartet wurde. 43 öffentliche Bibliotheken sind dabei mit von der Partie. Das Bildungsministerium unterstützt sie mit 20 000 Euro. Von diesen Geldern können neue Medien für die Ferienlesekinder angeschafft werden.
„Penzlin beteiligt seit 2011. Inzwischen hat sich die Sommeraktion zum Selbstläufer entwickelt. Dafür war aber auch harte Arbeit notwendig”, kommt Susan Lambrecht auf die Anfänge der FerienLeseLust zu sprechen. Plakate und Flyer in der benachbarten Schule sorgten dieses Mal dafür, dass sich bereits acht Kinder für die Aktion in der Penzliner Stadtbibliothek angemeldet haben. Dass es noch mehr werden, da ist sich die Fachfrau ganz sicher. Fragten doch im Vorfeld schon Eltern an, ob es in diesem Sommer wieder ausgewählte Medien zur kostenlosen Ausleihe in der Lesestube in der Großen Straße geben werde?
Mit insgesamt 300 Büchern ist das Regal für die Ferienkinder gut ausgestattet. Einige Exemplare sind bereits verliehen. „Mit den vom Land ausgereichten Fördermitteln habe ich 40 neue Bücher dazubestellt. Dabei achte ich immer auf eine gute Mischung zwischen Abenteuer-, Fantasie- und Spaßgeschichten”, sagt die Bibliothekarin und verweist beispielsweise auf „Die Schatzjäger” von Tombquest, auf die Mia-Reihe der Mädchenbuch-Autorin Susanne Fülscher und die Fantasiefolge „Woodwalkers” von Katja Brandis. Hoch in der Lesergunst der Kinder stehen zudem die Comicbücher „Lotta-Leben”, von denen bereits die elfte Geschichte erschienen ist.
„Es geht um den Spaß am Lesen. Ich freue mich besonders darüber, wenn Kinder überhaupt einmal zum Buch greifen und es dann auch von vorne bis hinten durchlesen”, schildert Susan Lambrecht ein persönliches Ziel. Und dieses eine Buch werde dann schon mit einem Zertifikat belohnt – und einer Freikarte für das Penzliner Burgfest, das vom 18. bis 20. August in der Kleinstadt gefeiert wird. Doch Schummeln — das gebe es nicht. Denn wer sich den Inhalt des Buches nur über den Klappentext erschließt, der falle prompt bei den detaillierten Nachfragen der Bibliothekarin durch.
Bestimmt ist die Sommerleseaktion für Schüler der 4. bis 6. Klassen. Bücher können bis Ende der ersten Unterrichtswoche im neuen Schuljahr ausgeliehen werden. Eine Woche später lädt Susan Lambrecht die kleinen Leser dann auf einen Eisbecher ins Penzliner City-Café ein. Eine beliebte Tradition bei den Kindern. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass im Vorjahr 35 Penzliner Schüler Spaß an der FerienLeseLust hatten. 18 von ihnen wurden mit einem Zertifikat ausgezeichnet. Insgesamt wechselten 138 Bücher zeitweise den Besitzer. Mit 38 gelesenen Exemplaren erzielte ein Mädchen einen absoluten Rekord.
Laut Stadtbibliothekarin gebe es bei ähnlichen Sommeraktionen in anderen Bundesländern wohl einen absteigenden Trend. Das sei in Mecklenburg-Vorpommern nicht der Fall. Wurde im Vorjahr doch nach Aussage von Bildungsministerin Brigit Hesse mit 2960 Teilnehmern im Land erneut eine Bestmarke erzielt.

13.07.2017 
Quelle: Nordkurier 

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