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27.04.2016

Leuchttürme lassen von Bach bis zu Schliemann blicken

Über den Tellerrand hinaus schauen Museumsvertreter. Sie arbeiten in Kulturellen Gedächtnisorten, die Leben und Wirken historischer Persönlichkeiten wach halten. In Ankershagen wurden Erfahrungen getauscht und Neues erarbeitet.

Ankershagen. Mit dem Doppelband „Mitteilungen aus dem Heinrich-Schliemann-Museum“ hat Reinhard Witte Neues zu bieten. Diese Veröffentlichung wissenschaftlicher Vorträge auf der Grundlage einer Konferenz aus dem Vorjahr dient zudem als Katalog für die aktuelle Sonderausstellung „Archäologen und Archäologie im 19. Jahrhundert“. Davon konnten sich in dieser Woche Museumskollegen überzeugen, die zu einem Arbeitstreffen in Ankershagen weilten.
„Wir sind bereits zum zweiten Mal Gastgeber für das Treffen der Vertreter von Kulturellen Gedächtnisorten“, sagt Museumsleiter Reinhard Witte. Neben den 20 Leuchttürmen von gesamtstaatlicher kultureller Bedeutung wurden 2001 auch 20 kulturelle Gedächtnisorte von nationaler Bedeutung im Blaubuch der Bundesregierung eingetragen. Das Schliemann-Museum gehört dazu. Ebenso in der Nachbarschaft das Otto-Lilienthal-Museum in Anklam, das Hans-Fallada-Haus in Carwitz sowie das Ernst-Barlach-Museum in Güstrow. Diese Einrichtungen widmen sich historischen Persönlichkeiten, die auch außerhalb des Landes Beachtung finden.
Der Bund unterstützt Projekte mit Fördermitteln, da Größe, Trägerschaft und Ausstattung der Kulturstätten sehr unterschiedlich sind. „Rückblickend sind es wohl an die 100 000 Euro, die wir in vergangenen Jahren vom Bund fürs Museum erhielten. Nur so konnte das Spielzimmer für die museumspädagogische Arbeit auf dem Dachboden des Hauses eingerichtet werden“, berichtet Reinhard Witte. Finanzielle Mittel flossen aber auch in den Neubau einer Treppe im denkmalgeschützten Pfarrhaus.
Der Zusammenschluss der kulturellen Gedächtnisorte biete jedem einzelnen Mitglied auch einen gewissen Rückhalt und vom Erfahrungsaustausch profitiere jeder in seiner täglichen Arbeit. Unter Schirmherrschaft des Kleist-Museums Frankfurt/Oder wird ein Kolloquium zum Thema „Wie stellt man eine Biografie aus?“ vorbereitet. Die Konferenz soll das nächste Arbeitstreffen im November in Frankfurt/Oder mit begleiten. Eine gemeinsame Internetseite wurde übrigens für die Museen erarbeitet sowie ein Logo, das inzwischen alle Einrichtungen kennzeichnet.
„Erstmals gab es bei der Beratung zwei Bewerbungen für die Aufnahme in den Kreis der Kulturellen Gedächtnisorte. So stellten Vertreter vom Max-Reger-Archiv aus Meiningen sowie der Otto-Dix-Sammlung Gera ihre Einrichtungen vor“, berichtet der Ankershagener Museumsleiter, kann aber noch nichts zur Abstimmung über diese Anträge sagen. Abzusehen sei, dass es zum Herbst einen Wechsel bei den Sprechern des Gremiums geben werde. So werden Hanna Delf von Wolzogen vom Potsdamer Fontane-Archiv sowie Volker Probst vom Barlach-Museum Güstrow ihr Amt weitergeben. Bereits als Nachfolger gewählt sind Sylke Kaufmann vom Lessing-Museum Kamenz sowie Jörg Hansen vom Bach-Haus Eisenach.
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m.jacobs@nordkurier.de

27.04.2016 
Quelle: Nordkurier 

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