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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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13.02.2017

Licht und Schatten über Penzlins Haushalt

Hinter jeder dunklen Wolke verbirgt sich eine Sonne. So auch in Penzlin. Dort weist der städtische Haushalt nicht gerade eine positive Bilanz auf. Doch in einigen Bereichen kann er sich richtig sehen lassen.

Penzlin. Penzlins Bürgermeister Sven Flechner redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Im siebenten Jahr in Folge werden wir den Haushalt nicht ausgleichen.“ Das Defizit ist ziemlich heftig: Beide Teilhaushalte der sogenannten Doppik sind im roten Bereich. So steht im Finanzhaushalt ein Minus von 491 100 Euro. Das entspreche der in der Stadt verbleibenden Tilgungslast für Investionskredite. Auch auf der anderen Seite des Haushaltes sieht es kaum besser aus: Im Ergebnishaushalt klafft eine Lücke von rund 183 000 Euro. „Das Defizit hängt damit zusammen, dass wir eine Steigerung der Kreisumlage von 184 000 Euro auf 1,69 Millionen Euro wegstecken müssen“, schilderte Kämmerer Matthias Mahnke der Stadtvertretung einen Grund.
Weil Penzlin keine Rücklagen mehr hat, muss die Stadt ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen, um handlungsfähig zu bleiben. Damit sollen Ausgaben eingespart und Einnahmen erhöht werden. Davon bleibt aber nicht viel übrig. „Wir haben hier das eingespart, was wir an Kreisumlage mehr zahlen müssen“, moniert Mahnke.
Das Defizit zwinge sie nun, bei den freiwilligen Leistungen weiterhin Einschnitte vorzunehmen und bei der Instandhaltung von Straßen und Gebäuden nur bedingt ihren Pflichten nachzukommen, ergänzt Flechner. Dieses Jahr können nur 65 000 Euro in die Straßenunterhaltung fließen, 2016 waren es noch 100 000 Euro, nennt er ein Beispiel.
Trotz des dicken Minus im städtischen Etat haben sich die Penzliner für 2017 viel vorgenommen. Sie wollen etwa 20 Vorhaben umsetzen. Dazu zählt u. a. der Neubau des Feuerwehr-Gebäudes in Groß Vielen für 65 000 Euro. Auch in den Radwegebau „Alter Bahndamm“ fließt ein hübsches Sümmchen. 70 000 Euro planen die Penzliner dafür ein. Das Burgmuseum soll eine neue Küche für 6000 Euro erhalten.
Die Vorhaben können umgesetzt werden, weil der Stadt durch einen Teil der Schlüsselzuweisungen sowie Grundstücksverkäufe 500 000 Euro für Investitionen zur Verfügung stehen. Von dieser halben Million Euro wandern auch 115 000 Euro ins Städtebauliche Sondervermögen. Das ist eine Art zweiter Haushalt, der nur für Bauvorhaben da ist und – anders als der städtische Haushalt – ausgeglichen sowie mit 1,042 Millionen Euro gefüllt ist. Ein Teil dieses Betrages soll in diesem Jahr in fünf Bereiche fließen.
Dazu gehören der Neuausbau der Straße „Steinberg“ sowie die Turmstraße, die im zweiten Bauabschnitt auf Vordermann gebracht wird. Auch die Stadtmauer, die den hinteren Bereich des Grundschulhofes begrenzt, soll flott gemacht werden. Darüber hinaus sei auch ein Grunderwerb vor dem Parkplatz am Burgmuseum geplant.
„Wir werden in 2017 nicht alle Dinge realisieren können, einige werden auch erst im nächsten Jahr angefasst“, sagt Kämmerer Mahnke. Dabei hat er die Bahnhofs- und Hirtenstraße im Blick. Zwischen beiden Trassen besteht ein Verbindungsweg, für dessen Sanierung zunächst die Planungen angeschoben werden.
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n.schuldt@nordkurier.de

13.02.2017 
Quelle: Nordkurier 

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