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09.03.2013

Lobeshymnen auf Jubilarin

Der Start ins 750. Stadtjubiläum ist geglückt. Am Donnerstagabend gab es erst viel Lob für Penzlin und seine Bürger, im Anschluss für den Festakt selbst.
Von unserem Redaktionsmitglied
Carsten Schönebeck

Penzlin. „Kleinod“, „Schmuckstück“, „Nabel der Welt“: Nur einige der Umschreibungen, mit denen am Donnerstagabend die Penzliner Bürgerseele gestreichelt wurde. Musikalische, rhetorische und gedichtete Lobeshymnen zum 750. Geburtstag verteilten sich auf immerhin drei Stunden Programm. An dem Festakt in der Neuen Burg nahmen mehr als 350 Leute teil. Darunter auch Politprominenz wie Landes-Innenminister Lorenz Caffier und Landrat Heiko Kärger (beide CDU).
In der Festrede schwelgte Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) in Erinnerungen an seinen kostümierten Auftritt beim Burgfest 2011: „Das war schon was, als Fürst Erwin mit der Kutsche durch die Stadt zu fahren.“ Gemeinschaft und Zusammenhalt der Penzliner seien ein Vorbild für andere Kommunen.
Auch ein „Vorgänger“ Sellerings kam an diesem Abend zu Wort. Eine Gruppe Penzliner um den Stadtpräsidenten Gerhard Kresin (FDP) ließ historische Persönlichkeiten in einem Schauspiel auferstehen. Darunter Herzog Heinrich II. von Penzlin, der Dichter Johann Heinrich Voß und die Malerin Marie Hager. Die kommentierten launig die Geschichte der Stadt, aber auch manch aktuelles Ereignis. Für viele im Publikum der Höhepunkt des Abends. „Das hatte wirklich Klasse“, resümierte auch Bernd-Albrecht von Maltzan. Es gebe nicht viele Städte, die so ein Programm auf die Beine stellen könnten. Der Nachkomme der Adelsfamilie war aus Bad Homburg zum Jubiläum des einstigen Familiensitzes gereist. Allerdings nicht nur, um wohlfeilen Worten zu lauschen.
Bereits vor dem Festakt hatten Maltzan und Penzlins Bürgermeister Sven Flechner (WPL) die Wappen der Adelsfamilie und der Stadt an der Neuen Burg enthüllt. „Das Verhältnis zwischen der Stadt und den Maltzans war über die Jahrhunderte nicht immer das beste. Wir wollen zeigen, dass es auch anders geht“, so Flechner. Maltzan hatte sich in den vergangenen Jahren für viele Projekte in Penzlin engagiert.
Flechner hatte in seiner Ansprache, trotz aller Jubelstimmung, auch die schwierige Situation der Stadt thematisiert: „Ein Außenstehender könnte schlussfolgern, uns könne es eigentlich nicht schlecht gehen. Glauben Sie mir, dieser Eindruck trügt!“
Ein bis zwei Trostpflaster vergab dagegen Landrat Heiko Kärger. Er kündigte an, der Kreis werde die weiteren Jubiläumsfeierlichkeiten finanziell unterstützen. Auch von den zusätzlichen Geldern, die der Kreis in diesem Jahr vom Land erhalte, solle Penzlin etwas abbekommen.
Der gemeinsame Auftritt des Penzliner Männerchors mit dem Sänger Gerd Brummund sorgte zum Abschluss für harmonische Klänge. Der Abend selbst klang anschließend bei Häppchen und Sektchen aus.

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c.schoenebeck@nordkurier.de
09.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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