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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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21.10.2015

Loch an Loch in der Mühlenstraße

Seit zwei Wochen wird in der Mühlenstraße in Penzlin gebuddelt. Die Abwasserleitungen sind in die Jahre gekommen und werden gegen neue getauscht. Ob der Bau noch in diesem Jahr abgeschlossen werden kann, liegt größtenteils auch an Petrus.

Penzlin. Schon einmal hat der Regen den Straßenbauarbeitern in der Mühlenstraße in Penzlin einen Strich durch die Rechnung gemacht und an einem Tag für Baustopp gesorgt. Spielt das Wetter mit, so könnte das Vorhaben noch in diesem Jahr realisiert werden. „Ansonsten wird die Straße provisorisch wieder dicht gemacht, so dass Fahrzeuge sie nutzen können. Denn über den Winter hier weiter zu bauen, das ist nicht möglich“, gibt Ingo Gau, Vorarbeiter einer Neustrelitzer Tiefbaufirma, zu verstehen. Baustart war in der vergangenen Woche. „Der Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband erneuert hier die Abwasserleitungen. Dazu gehören Schmutz- und Regenwasserkanal sowie das Legen einer neuen Wasserleitung“, kommt Holger Graubmann, Abteilungsleiter bei den Warener Stadtwerken, auf das Aufgabenprofil zu sprechen.
Erstmals werde so eine Maßnahme ohne finanzielle Unterstützung angepackt, da das Land keine Förderung mehr bereit stellt. Der Zweckverband investiert 190 000 Euro für die Erneuerung der Versorgungsleitungen einschließlich der Hausanschlüsse in der Mühlenstraße. Die Stadt beteiligt sich am Regenwasserkanal sowie an der Straßenentwässerung und plant nach Anfrage in der Amtsverwaltung ca. 48 000 Euro ein. Ein Teil dieses Geldes fließt über Anliegerbeiträge zurück. Dieses Thema bildete einen Schwerpunkt der gut besuchten Einwohnerversammlung vor einigen Wochen, die die Bürger anschaulich über den Bauverlauf informierte. Da die Haushaltsmittel es nicht hergeben, kann die Stadt die Mühlenstraße noch nicht mit einer neuen Decke ausstatten. Dafür werden wohl noch einige Jahre vergehen. „Gibt es Fördermittel, so wollen wir 2016 zunächst die Bahnhofstraße sanieren“, war von Bürgermeister Sven Flechner zu erfahren. Diese stand eigentlich schon in diesem Jahr auf dem Plan. Da es für das Gemeinschaftsprojekt kein grünes Licht gab, rutschte dem Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband ein Auftrag weg und so konnte er die Kapazität für die Mühlenstraße nutzen.
„Um den Anliegern entgegen zu kommen, gehen wir abschnittsweise vor. Generell haben wir mit schlechtem Baugrund zu tun, so dass ein Bodenaustausch vorgenommen werden muss“, sagt Holger Graubmann. Nicht mit von der Partie sind die Bodendenkmalpfleger, die nach Erfahrung des Stadtwerke-Mitarbeiters in Penzlin sonst immer ein Wörtchen mit zu reden haben. Aber die Mühlenstraße habe nichts mit dem Sanierungsgebiet und ausgewiesenen Bodendenkmalen zu tun. Gibt es Fragen oder Probleme, so können die Anlieger den Baurapport jeweils freitags ab 10 Uhr nutzen. Bauplaner Gerhard Kresin ist übrigens mit seinem Büro in der Bahnhofstraße zu finden.

21.10.2015 
Quelle: Nordkurier 

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