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27.01.2018

Möllenhagen: Ehre, wem Ehre gebührt

In Penzlin gibt es die Voß-Ehrung, Waren lobt den Wossidlo-Preis aus. Nun sollen auch in Möllenhagen verdienstvolle Bürger angemessen gewürdigt werden. Die Satzung dafür tritt jetzt in Kraft. Nun werden nur noch Namen gesucht.

Möllenhagen. Bürgermeister Thomas Diener muss einkaufen gehen. Und zwar ein Ehrenbuch für die Gemeinde Möllenhagen. Das hat es bisher nicht gegeben. Anlass bietet die veröffentlichte Satzung über Ehrungen verdienstvoller Persönlichkeiten durch die Gemeinde, die die Abgeordneten im vergangenen Jahr beschlossen haben.
„Uns fehlte auf Ortsebene so eine Richtlinie. Dabei gibt es in den Vereinen, bei der Feuerwehr und in anderen Gremien sehr viele Leute, die sich stetig für die Kommune einbringen”, begründet der Bürgermeister diesen Beschluss. So eine Anerkennung könne zudem dazu beitragen, das Ehrenamt zu stärken. Mit dem Keramikglobus, der alle Ortsteile sowie die beiden Schulen auf einer Kugel abbildet, gab es vor zwei Jahren schon einmal einen Anlauf in diese Richtung. Jetzt soll das Anliegen auf feste Füße gestellt werden.
Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts bildet dabei die höchste Auszeichnung, mit der außergewöhnliche und bleibende Verdienste für die Gemeinde Möllenhagen gewürdigt werden. Sie stehe nach Satzungstext nur lebenden Personen zu, die im Dorf geboren wurden oder längere Zeit im Territorium gewirkt haben. „Dabei wird es sich nur um Einzelfälle handeln”, ist sich Thomas Diener sicher.
Beim Eintrag in das Ehrenbuch könnte es dagegen schon ganz anders aussehen. Sollen damit doch Leistungen auf politischem, künstlerischem, kulturellem, sportlichem und sozialem Gebiet bedacht werden. Auf Anhieb fallen dem Bürgermeister dazu Namen ein. Dieses Buch aufzuschlagen, dafür sei ein festlicher Rahmen geeignet. Und dieser ließe sich sowohl in der Gemeindevertretung, bei der Feuerwehr als auch bei den Landfrauen finden.
Aufleben lassen will Möllenhagen zudem den Heinrich-Schliemann-Preis. Schließlich trage die Regionale Schule den Namen des weltbekannten Archäologen aus Mecklenburg. Da diese Anerkennung nicht mehr vom Landkreis vergeben werde, sei der Titel wieder frei, so der Bürgermeister. Ehrenamtliches Engagement, mitmenschliches Handeln und besondere Aktivitäten in der Gemeindearbeit sollen Gradmesser für diesen Preis sein, für den die Kommune 200 Euro zur Verfügung stellen will.
„Ich denke, dass die Gemeinde angesichts sich verändernder finanzieller Bedingungen diese Ehrungen leisten kann”, spielt Thomas Diener auf die missliche Haushaltssituation der vergangenen Jahre an. Mit der angekündigten Veränderung des Finanzausgleichsgesetzes, weniger Ausgaben für die Kreisumlage und höhere Gewerbesteuern sollten sich auch in Möllenhagen die Rahmenbedingungen zugunsten der Kommune verbessern. Darum sei es auch keine Frage, dass es zu besonderen Jubiläen von Einwohnern Glückwünsche und einen Blumenstrauß gibt. Diese Regel galt schon vor Beschluss der neuen Satzung und wurde von den Möllenhagenern auch erwartet.
Bürgermeister und Gemeindevertreter hoffen nun darauf, dass bei ihnen bald Vorschläge für zu ehrende Dorfbewohner eingehen. Dabei sollten Alt und Jung gleichermaßen bedacht werden.

27.01.2018 
Quelle: Nordkurier 

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