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18.06.2015

Penzlin: Mauerstraße geschafft, nun mauert das Ministerium

Innerhalb des Sanierungsgebietes in der Altstadt Penzlin konnte ein weiterer Straßenabschnitt erneuert werden. Freie Fahrt heißt es für die Verkehrsteilnehmer in der Mauerstraße offiziell am Freitag. Zum feierlichen Moment sind auch die Bürger eingeladen.

Penzlin. Aufgepasst! Die Mauerstraße in Penzlin darf nur noch in eine Richtung befahren werden. Denn sie ist jetzt als Einbahnstraße ausgewiesen. Diese Veränderung hängt mit dem Ausbau zusammen, der im November vorigen Jahres gestartet wurde. Zur Einweihung der neuen alten Straße sind die Penzliner am Freitag um 14 Uhr eingeladen. Treff ist an der Ecke Mauerstraße/Kleine Straße.
„Die Straße entlang der ursprünglichen Stadtmauer erhält eine deutliche Aufwertung und lädt mit Nachbildungen einzelner Mauerstreifen in den Nebenflächen zum Verweilen ein“, sagt Bürgermeister Sven Flechner und denkt dabei auch an die Touristen, die in Nähe des Walls gern einen Spaziergang unternehmen. Die Anwohner selbst hatten auf den Ausbau gedrängt. Denn Verkehr und Regenauswaschungen hatten im Kopfsteinpflaster viele Schäden hinterlassen.
Als Gemeinschaftsprojekt packten Stadt und Müritz-Wasser-/Abwasserzweckverband diesen Straßenabschnitt an. Unter Einbeziehung von Fördermitteln aus dem Topf der Städtebauförderung investierte die Kommune 185 000 Euro. Der Abwasserzweckverband beteiligte sich mit 135000 Euro am Straßenausbau, 30 000 Euro steuerte der europäische Landwirtschaftsfonds bei. So konnten auch die Leitungen für Abwasser, Wasser und Regenentwässerung erneuert werden. Der Ausbau der etwa drei Meter breiten Fahrbahn erfolgte mit Polygonalpflaster, die mit einem 1,20 Meter breiten Laufband verbunden ist.
„Als nächste Maßnahme steht der Ausbau der Bahnhofsstraße an, voraussichtlich im nächsten Jahr. Das Straßenbauamt Neustrelitz will dafür Fördermittel einwerben“, schaut der Bürgermeister Monate voraus. Aber auch der zweite Bauabschnitt der Turmstraße, die Kleine Straße sowie Voß und Grapenwerder Straße sind noch Projekte, die im Sanierungsgebiet der Altstadt gemeistert werden wollen. Im Moment kann Sven Flechner hier noch keine konkrete Aussagen treffen. „Das Wirtschaftsministerium hat uns vor wenigen Wochen mitgeteilt, dass wir fortan auf keine Förderung mehr hoffen können. Da wir bisher Sanierungsmittel erhielten, hat uns aber auch das Landwirtschaftsministerium den Geldhahn zu gedreht. Nun ist guter Rat teuer“, gab er zu verstehen und bat inzwischen schriftlich um ein Erklärung beim Ministerium in Schwerin. Denn in puncto Innenstadtsanierung hat Penzlin nicht nur die Straßen im Blick. Er ist noch einiges zu tun.

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m.jacobs@nordkurier.de

18.06.2015 
Quelle: Nordkurier 

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