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19.08.2015

Mehr Aufgaben – weniger Jobs: Pflicht statt Kür beim Bauhof

Jetzt sind die eigenen Kräfte gefragt – der Stadtbauhof von Penzlin muss seine Arbeiten mit Bordmitteln schaffen. Die Zeiten, in denen 1-Euro-Jobber kräftig mithalfen, sind vorbei. Nun muss ein neuer Plan her.

Penzlin. Kuckssee rüstet auf. Die Kommune hat sich einen Traktor zugelegt – samt notwendiger Geräte für den Winterdienst. Zudem erhält der Gemeindearbeiter Unterstützung von Saisonkräften. Damit reagiert Bürgermeister Norbert Böttcher auf personelle Veränderungen im Stadtbauhof Penzlin. Denn dort wächst derzeit den sieben Mitarbeitern um Leiter Uwe Brandt die Arbeit über den Kopf. Bankette mähen, Hecken ausschneiden, zentrale Grünflächen in Ordnung halten – das gehörte schon immer zum Aufgabenfeld der Truppe in den Sommermonaten. Und war bisher auch gut zu schaffen. Denn der Bauhof hatte Helfer an seiner Seite. „Seit Juni dieses Jahres aber stehen der Stadt keine Arbeitskräfte mehr im Rahmen des Ein-Euro-Job-Programms der Agentur für Arbeit zur Verfügung. In den vergangenen zwei Jahren konnten wir zehn Leute bei der Grünpflege mit einsetzen. Die neue Situation fordert uns mächtig“, sagt Uwe Brandt und erinnert an Jahre zuvor. So standen Penzlin 2009 allein für das Stadtgebiet ca. 80 zeitweilige Arbeitskräfte zur Verfügung, die über einen jeweiligen Träger für spezielle Projekte eingesetzt wurden. Mitunter musste für sie Arbeit gesucht werden. Heute freut sich Penzlin mit den 18 Ortsteilen über jede helfende Hand. Vom CJD, das über Jahre Partner für Punschendörp war, kam nach Aussage von Bürgermeister Sven Flechner eine klare Absage. Konsequenz: Die Stadt kann mit den vorhandenen Bauhofmitarbeitern die gewohnte Qualität und Quantität der Leistungen nicht mehr erbringen.
„Die Erwartungshaltung der Bürger ist natürlich groß. Doch wir müssen uns vor allem den Pflichtaufgaben widmen“, sagt Uwe Brandt. Angesichts der klammen Haushaltskasse der Stadt Penzlin sei nach Meinung von Brandt nicht davon auszugehen, dass weitere Mitarbeiter im Bauhof eingestellt werden können.
Und: Durch den Rückbau von Wohnblöcken wie in Mollenstorf, Groß Vielen oder Klein Lukow kommen für den Bauhof Bereiche hinzu, die ebenfalls gepflegt werden müssen. Auch Gärten im Stadtbereich, die keinen Besitzer mehr finden, gehen irgendwann in das Gemeinde-Grün über.
Echte Hilfe gibt es derzeit nur vom Blau-Kreuz-Verein in Zahren, der sich um Ordnung und Sauberkeit an der Badestelle kümmert. „Solche dauerhaften Patenschaften wären für die Stadt ein Gewinn“, meint der Leiter des Bauhofes.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

19.08.2015 
Quelle: Nordkurier 

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