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12.02.2016

Mensch, ärger dich nicht: Die stillen Helfer passen auf den Spielspaß auf

Es ist eine Win-Win-Situation: Zwei Penzlinerinnen unterstützen in ihrer Freizeit die Arbeit in der städtischen Lesestube. Die Bibiliothekarin gewinnt Zeit für wichtige Aufgaben. Und letztlich profitieren auch die Leser davon.

Penzlin. Gespielt wird zuhause. Dennoch liegen Karten und Figuren vor Christina Schaumann und Doreen Skischally auf dem Tisch in der Stadtbibliothek Penzlin. Anhand des Inhaltsverzeichnisses überprüfen sie, ob die Spiele nach der Ausleihe noch vollständig sind.
„Fehlt etwas, dann haben andere Kinder das Nachsehen. Und das würde die Freude trüben“, sagt Christina Schaumann. Also schaut sie zwei Mal die Woche in die Lesestube hinein und zählt die Karten aus dem Quizduell oder die Steine des Pharaos. Das trifft auch für Doreen Skischally zu. Seit August vergangenen Jahres unterstützen die beiden Frauen Stadtbibliothekarin Susan Lambrecht – und zwar ehrenamtlich. Dass sie als Duo antreten, hat durchaus auch mit ihrem Verwandtschaftsgrad zu tun. Sind die beiden doch Cousinen. Beide lebten zeitweise in den alten Bundesländern, sind jetzt aber wieder zurück in der Heimat. Während sich die 59-jährige Christina Schaumann bereits als Schatzmeisterin im Kulturverein der Stadt engagiert, war Doreen Skischally als Bezieherin einer Erwerbslosenrente noch auf der Suche nach ein wenig Ablenkung.
„Die Frauen kamen gerade zur rechten Zeit in die Bibliothek. Hatte ich doch mit dem Erarbeiten des Online-Katalogs, den uns eine Landesförderung ermöglichte, alle Hände voll zu tun, “, freut sich Susan Lambrecht. Die Helferinnen ermutigten sie zudem, weitere Spiele anzuschaffen. Diese ständig auf Vollständigkeit zu kontrollieren, hätte die Bibliothekarin selbst nicht durchweg geschafft.
Inzwischen nehmen ihr die helfenden Hände auch anderen Arbeiten ab. So sortieren sie die von den Lesern zurückgebrachten Bücher wieder in die Regale ein und haben das fachmännische Einschlagen der Bücher mit Schutzfolien übernommen. Aktenordner aus dem Archiv werden beschriftet. Und da beide Frauen selbst gern lesen, sind sie mitunter auch Ansprechpartner für die Leser.
„Wir sind beide absolute Fans des dänischen Krimiautors Jussi Adler Olsen und tauschen unsere Lektüre gern untereinander aus“, kommt Doreen Skischally auf gemeinsame Freizeitinteressen zu sprechen. Dazu gehört auch das Radeln durch schöne Natur. „Wir fühlen uns wohl in unserer Kleinstadt und wollen etwas tun, damit es hier in der Entwicklung weiter geht. Dazu kann man auch mit kleinen Dingen beitragen“, ist Christina Schaumann überzeugt.
Dabei denkt sie auch an ihre Tanten Hildtraut Fischer und Anneliese Werner, die für Penzliner Stadtgeschichte brennen. Von ihnen kam übrigens der Tipp, Susan Lambrecht in der Stadtbibliothek helfend zur Seite zu stehen.

12.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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