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03.12.2015

Na also! Gute Noten für die neue Grundschule

In ländlichen Bereichen wird häufig über Schulschließungen gesprochen – aber nicht in Penzlin. Dort wurden 4,4 Millionen Euro in ein neues Gebäude investiert. Ehemalige Schüler werden da glatt neidisch.

Penzlin. Die alte Plattenbauschule in Penzlin vom Typ „Erfurt“ war bei der Begutachtung glatt durchgefallen. Experten stuften den T-förmigen Kasten aus den 70er-Jahren als eine der schlechtesten Schulen in der Region ein. Gerade einmal ein Jahr nach der miesen Bewertung besuchen die Schüler nun am selben Standort eine neue, moderne Grundschule. „Heute erfüllt sich für unsere kleine Stadt ein lang gehegter Wunsch“, sagte Bürgermeister Sven Flechner zur Einweihung des neuen Gebäudes am Mittwochvormittag.
Das für 4,4 Millionen Euro gebaute Schulgebäude erstreckt sich über drei Etagen und ist behindertengerecht mit einem Fahrstuhl ausgestattet. Die Klassenzimmer verfügen über separate Garderobenräume, auf jeder Etage befindet sich eine Toilette. Und damit sich niemand verläuft, sind die Stockwerke jeweils in einer anderen Farbe gehalten worden. Im Kellergeschoss ist im ehemaligen Schutzraum ein modernes Werkkabinett eingerichtet worden. Finanziert wurde der Schul-Komplex mit rund 3,8 Millionen Euro aus Landesmitteln. Der Landkreis steuerte rund 100 000 Euro bei. Die Stadt Penzlin beteiligte sich an dem Bau mit rund 500 000 Euro. Die Eigenbeteiligung sei über einen Kredit finanziert worden, teilte Flechner mit. Aus seiner Sicht eine wichtige Investition. „Andere Schulen machen dicht, wir bauen eine neue.“ Der Schulstandort spiele für Penzlin eine bedeutende Rolle.
Neu gebaut wurde auch eine Mensa, die aber auch als Aula und für festliche Veranstaltungen genutzt werden kann. Eingebaut wurden technische Finessen wie eine dimmbare LED-Beleuchtung und eine Lautsprecher-Anlage. An Halterungen an der Decke können zusätzlich Scheinwerfer angebracht werden. Auch eine Bühne kann in dem für 180 Sitzplätze und mit Parkett ausgelegten Raum aufgebaut werden.
Neben der Neuen Burg dürfte die neue Grundschule das größte Bauvorhaben nach der Wende sein, das aber nicht ganz reibungslos verlief. Problematisch gestaltete sich vor allem die Auswahl des Standortes. „Es gab in den vergangenen Jahren verschiedene Lösungsansätze, die nicht erfolgreich waren und verworfen werden mussten“, erläuterte Flechner. Am Ende entschied man sich, einen Teil des alten Schul-Plattenbaus abzureißen. Der ehemalige Fachraumtrakt blieb erhalten und wurde umfangreich saniert. Eine Gebäudeteil wurde angebaut Von Schülern und Eltern gab es bei der Einweihung überwiegend positive Kommentare für das neue Schulgebäude: „Die Kinder sind begeistert und die ehemaligen Schüler ein bisschen neidisch“, sagte ein Vater nach einem Rundgang durch das neue Haus.

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03.12.2015 
Quelle: Nordkurier 

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