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13.02.2016

Nach Abriss ratlos aber nicht rastlos

Abgerissene Bootsschuppen, kaputter Traktor vor der Tür und wenig Geld in der Dorfkasse. In Ankershagen lässt aber niemand den Kopf hängen. Hier wird auf die Gemeinschaft gesetzt. Gerade 2016 hält so viel Neues bereit.

Ankershagen. Kein guter Jahresauftakt für die Angler am Mühlensee in Ankershagen. Sie sind dabei, die 14 Bootsschuppen abzureißen. Der Pachtvertrag lief Ende 2015 aus. Die Hoffnung auf einen Kompromiss mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und dem Nationalparkamt Müritz hat sich nicht erfüllt.
„Es gab vor Wochen noch eine Gesprächsrunde in Penzlin, die unter dem Strich nichts Neues brachte. Auch Schreiben an den Landwirtschaftsminister und an den Bürgerbeauftragten hatten keinen Erfolg“, sagt Bürgermeister Thomas Will, der sich in dieser Frage von der Politik allein gelassen fühlt. Die Angelkähne am Badesteg zu befestigen, wie einer der Alternativvorschläge aus dem Nationalparkamt lautete, komme für ihn nach wie vor nicht infrage. Sei doch damit die Sicherheit der Badenden gefährdet. Zurück bleiben nicht nur ratlose Angler. Doch das Recht sei eben nicht auf ihrer Seite, so Thomas Will. Grund zum Resignieren? „Keinesfalls. Ich sehe das alles als eine Herausforderung und habe die Angler gebeten, nicht die Segel zu streichen. Gehören sie mit ihren 100 Mitgliedern doch dem größten Verein in der Gemeinde an.“
Immerhin, es gebe viele Höhepunkte im Jahr, auf die er sich freue. Dazu gehört das 750-jährige Bestehen der Kirche am 1. Mai. Speziell dazu soll im Gutshaus Friedrichsfelde eine Ausstellung über die Historie der Pfarrei in Ankershagen eröffnet werden. Wichtige Partnerin ist dabei Christel Kostolnik, die Geschichte und Geschichten der Region bereits in vielen Büchern veröffentlicht hat. „Gemeindearbeiter Norbert Sobottka renoviert gerade Flure und Räume im Gutshaus Friedrichsfelde, in dem es in der Festwoche ebenfalls Veranstaltungen geben wird“, sagt der Bürgermeister.
Am ersten Juniwochenende wird Ankershagen wieder am „Ansommern“ teilnehmen. Auch beim Griechischen Fest am Schliemann-Museum bringt sich die Kommune ein. „Den Kontakt zur Partnergemeinde Mykene aufleben zu lassen, dafür gibt es gute Chancen. So erhielt ich einen Anruf aus Griechenland, in dem mir eben dieser Wunsch des Bürgermeisters nahe gelegt wurde“, sagt Thomas Will.
Investieren wird die Gemeinde in den Ausbau der Straße von Wendorf nach Bocksee, in den auch die Nachbargemeinde Möllenhagen eingetaktet ist. Auf der Wunschliste steht auch ein neues Feuerwehrgerätehaus, für das schon Förderanträge gestellt wurden. Ob das zu packen ist, hängt vom Gemeindehaushalt ab. Er ist beschlossen, aber noch nicht bestätigt. Angeschafft werden müsse auch ein neuer Traktor, da der alte nicht mehr durch den TÜV kommen werde. Kein Wenn und Aber gibt es bei einer Pflichtaufgabe: So müssen die Löschteiche in Rumpshagen und Friedrichsfelde ausgebaggert werden. Thomas Will vertraut in Finanzfragen auf Kämmerer Matthias Mahnke in Penzlin:. „Der ist wirklich super und denkt immer für die Gemeinde mit!“
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

13.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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