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19.02.2016

Nach Absage: Neuer Investor lässt Villa-Träume wieder reifen

Nachdem im Vorjahr eine Neubrandenburger Investorengruppe einen Rückzieher machte, gab es wieder keine Perspektive für die Penzliner Villa am Beyerplatz 4. Das soll sich jetzt ändern. Das Haus hat einen neuen Eigentümer.

Penzlin. Alteingesessene kennen das Haus am Beyerplatz 4 in Penzlin noch als die Gülthersche Villa. In den 50er Jahren zog hier die Erweiterte Oberschule „Martin-Andersen-Nexö“ ein. Später wurde der große Saal von Volkssolidarität und Stadtvertretung genutzt. Bewohnt wurde das Haus immer. Doch irgendwann begann der große Leerstand. Der Bausubstanz tat das gar nicht gut. Jetzt kommt Bewegung in das Haus, denn es hat einen neuen Eigentümer. Und der entwickelt ein spezielles Nutzungskonzept für das historische Gebäude, das von je her stadtbildprägend war.
„Die BBM Immobilien GmbH Mecklenburgische Seenplatte hat das Gebäude im Herbst 2015 erworben. Nach grundlegender Sanierung soll hier eine Senioreneinrichtung entstehen“, gibt Detlef Böser von der Warener Unternehmensgruppe Böser&Briehn&Melzer einen Ausblick. Da die Bausubstanz im Laufe der Jahre gelitten hat, mussten zunächst Sicherungsmaßnahmen vorgenommen werden. Noch gebe es kein fertiges Projekt, aber eine Menge Ideen. Auf jeden Fall bleibe das historische Haus in seiner Hülle und mit den vielen Erkern erhalten. Die Grundrisse im Innern bekommen aber eine neue Aufteilung. Schließlich sind 20 Wohnungen für Senioren geplant sowie 18 Plätze in einer Tagespflege, die auch die Bewohner der Einrichtung nutzen können.
„Das Haus soll Penzlinern und Bürgern aus dem Umland zugute kommen, die im Alter ihre Heimatregion nicht verlassen wollen“, fügt Detlef Böser hinzu. Er mag alte Häuser und möchte auch in der Burg-Stadt die neue Generation einer Senioreneinrichtung etablieren. Dabei sei ihm wichtig, dass diese für die Bewohner bezahlbar sei. Der Startschuss für den Umbau der Villa werde nach seiner Aussage aber nicht vor 2017 erfolgen, da das Unternehmen noch in einem Projekt in Waren eingebunden sei. Auch wenn die Villa am Beyerplatz im Sanierungsgebiet der Stadt Penzlin liegt, können die Investoren nicht auf Fördermittel hoffen. Darauf verwies Bürgermeister Sven Flechner gleich in einem ersten Gespräch. Denn die Kleinstadt erhält vom Land keine Städtebaufördermittel mehr.
Bereits im vergangenen Jahr gab es mit den Plänen einer Neubrandenburger Investorengruppe Hoffnung für das alte Haus. Doch diese konnte ihre Pläne nicht realisieren und musste der Stadt absagen.
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m.jacobs@nordkurier.de

19.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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