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27.05.2017

Nach der Theorie kommt der Test auf zwei Rädern

Erstmals in Kolonne zu fahren und dabei sicher auf dem Sattel zu sein, das war für Grundschüler in Penzlin eine Herausforderung. Schließlich verfügen sie erst seit einigen Tagen über einen wichtigen Ausweis.

Penzlin. Nicht nur Jolina aus der Klasse 4 b war etwas aufgeregt vor der Radtour. Für alle Viertklässler der Regionalen Schule mit Grundschule „Johann Heinrich Voß” war die Ausfahrt in dieser Woche mit Überraschungen verbunden. So war der genaue Streckenverlauf über 20 Kilometer nicht vorher bekannt gegeben worden. Außerdem war die Tour so etwas wie eine erste Bewährung im Straßenverkehr. Hatten die Schüler der Klassen 4 a und 4 b doch erst Tage zuvor ihre Radfahrprüfung abgelegt.
„Ich hatte die Mädchen und Jungen im Unterricht theoretisch auf diese Herausforderung vorbereitet. Um das praktische Können ging es dann auf dem Parcours auf dem Schulhof”, sagte Polizeihauptmeisterin Bianka Schröder, die als Präventionsbeamtin der Polizeiinspektion Neubrandenburg tätig ist. Auch die Eltern wurden in die Vorbereitung der Fahrradprüfung einbezogen. So wurde schon im Februar darum gebeten, die Räder der Kinder auf Verkehrssicherheit zu überprüfen. „Bei der ersten Kontrolle in einer Klasse wiesen 9 von 15 Rädern noch erhebliche Mängel auf. Da hatten einige Eltern ihre Hausaufgaben nicht gemacht”, musste die Beamtin ernüchternd feststellen. Drei von 31 Kindern meisterten die Disziplinen auf dem Geschicklichkeitsparcours nicht, bei dem es um das sichere Beherrschen des Fahrrades ging.
„Schon seit 21 Jahren begleiten wir diese Ausfahrt der Schüler, die nach der Fahrradprüfung auf dem Programm steht”, sagte Polizeihauptkommissar Olaf Berndt. Die Polizeistation Penzlin setze sich dabei immer den Hut auf. Und so führten er und Polizeioberkommissar Jürgen Köckert mit ihrem Streifenwagen den Fahrradtross an. Der machte sich von Penzlin aus auf den Weg über Werder, Zippelow, Wustrow nach Alt Rehse und zurück. Da es auf dieser Strecke mitunter etwas eng zugeht, war für die Radler vorausschauendes Fahren angesagt. Schulsozialarbeiterin Bianka Podszuk, Lehrer und mitfahrende Eltern waren sich anschließend darin einig, dass die Tour das Selbstbewusstsein der Kinder allemal gestärkt habe.
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27.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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