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30.08.2016

Natur und nette Nachbarn - was will man mehr?

...schnelleres Internet, vielleicht. Denn obwohl Werder nur einen Katzen-sprung von Penzlin entfernt liegt, hapert es daran. Die Nähe zum Wasser sorgt aber auch für ein entspanntes Klima, das eine ganze Familie nicht missen möchte.

Werder. Genau genommen wohnen Inge-Lore und Bruno Bock auf einem Sportplatz. Gehörte ihr Grundstück am Ortsausgang von Werder doch einst zum Kinderferienlager, das zuletzt vom Petrolchemischen Kombinat Schwedt betrieben wurde. „Wir haben hier 1997 gebaut und sind ein Jahr später eingezogen“, erzählt der 81-jährige Hausherr, der aus Teterow in den Penzliner Amtsbereich übersiedelte. Mit ihm und Frau auch Tochter Brigitta und Schwiegersohn Frank Gehrke, der inzwischen Ortsvorsteher von Werder geworden ist.
Denn das Dorf gehört seit 1969 zur Stadt Penzlin. So lebt man in einem Mehrgenerationenhaus und das wirklich gut. „Wir kannten Werder schon vorher, verlebten erholsame Tage in unserem Bungalow am See. Es ist schön hier. Jeder kennt jeden und erstaunlicherweise braucht man nie lange um Hilfe zu bitten“, sagt Bruno Bock. Zehn Jahre arbeitete der ehemalige Offizier ehrenamtlich im Stadtparlament von Penzlin mit, begleitete Veränderungen in seinem Dorf ganz konkret mit.
So konnten über das Bodenneuordnungsverfahren die Wege nach Lübkow und zur Halbinsel Werder verbessert werden. Die Straßenbeleuchtung wurde erneuert. Aus anderen Fördertöpfen kamen Mittel für den Ausbau der Ortsdurchfahrt. 2007 investierte die Stadt in die Badestelle, in diesem Jahr wurde einer der Stege erneuert, der andere steht nach Aussage von Bürgermeister Sven Flechner für nächstes Jahr auf der Reparaturliste. Schließlich hält an der Badestelle der VfB 93 Penzlin unter Regie von Bernd Neuendorf jedes Jahr in den Sommerferien das Schwimmlager ab.
„Oft wurde die Dorfstraße aufgebuddelt. Da hätten dann auch schon längst die Telefonkabel in die Erde verlegt werden können“, merkt Bruno Bock kritisch an. Die Straße von Penzlin nach Werder, die wohl noch aus KAP-Zeiten stamme, entwickle sich immer mehr zu einem Sturzacker. Und dann ist da noch die schlechte Internetverbindung, die den Senior nervt. Und nicht nur ihn. „Wir haben hier einen Marktfruchtbetrieb, einen Bauunternehmer und eine Metallbaufirma. Diese Betriebe sind ganz einfach auf eine bessere Anbindung angewiesen“, sagt er.
Familie Bock residiert nicht nur auf einem Sportplatz, sondern hat auch noch die „Isern Purt“ vor der Tür. Dabei handelt es sich um ein Bodendenkmal am Kleinen Penzliner Stadtsee. Überhaupt ist die Region um Werder sehr geschichtsträchtig, fanden sich hier doch slawische Burgen. Ein Schild vor der Ortseinfahrt aus Penzlin kommend erinnert an das beliebte Ausflugslokal „Englischer Garten“, zu dem die Penzliner früher mit einer selbstgebauten „Fähre“ übersetzten. Bocks haben zudem das Naturschutzgebiet Rosenholz vor der Tür und auf dem großen Strommast auf dem Acker befindet sich ein Bussard-Nest.
23 Häuser gibt es im Dorf, neben Penzlinern haben sich hier auch Neubrandenburger und Berliner angesiedelt. Zu den 70 Einwohnern kommen immer neue hinzu. So entsteht gerade noch ein Eigenheim. Hier ziehen Kinder von alteingesessenen Werderanern ein.
Wer dort lebt, wo andere sich gern erholen, bleibt bestimmt meistens zu Hause, oder? „Zweimal im Jahr zieht es uns an die polnische Ostseeküste auf die Insel Wollin“, erzählt Bruno Bock. „Dort ist es von der Natur her eigentlich wie hier, aber doch auch anders“, pflichtet ihm seine Ehefrau bei, die Jahrzehnte als Lehrerin tätig war.
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30.08.2016 
Quelle: Nordkurier 

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