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02.06.2016

Neue Perspektive für altes Haus

Zieht die Bibliothek erst in das Voß-Haus um, gibt es für das Gebäude in der Großen Straße 4 in Penzlin eine neue Perspektive. Die lag sogar schon mal auf dem Tisch.

Penzlin. Ein Projekt wird wieder aus der Schublade herausgeholt. Schon 2012 plante die Stadt Penzlin den Neubau eines Seniorenwohnhauses neben dem Gebäude in der Große Straße 4. Leider fand sich kein Förderer für das Vorhaben, Mieterinteresse gab es allemal. Nun gehen die Planungen von Architekt Christian Peters aus Neustrelitz in ein neues Projekt ein, das den Vertretern des Stadtentwicklungsausschusses vorgestellt wurde. Mittelpunkt bildet dabei das historische Gebäude in der Großen Straße 4, das momentan Domizil für Bibliothek, Arztpraxis und Arbeitslosenverband ist.
„Mit der Fertigstellung des Voß-Hauses Ende 2017 wird die Bibliothek in das Literaturhaus umziehen und wir könnten dann mit den Umbauten beginnen“, sagte Bürgermeister Sven Flechner. Der Altbau, der aus den 50er Jahren stammt, soll umfangreich saniert werden und eine andere Raumaufteilung bekommen. Der rückwärtige Flügel wird abgerissen. Dafür soll es einen Erweiterungsbau auf der jetzigen Grünfläche – dem sogenannten Brandplatz – geben.
„Ziel ist es, eine Seniorenwohnanlage zu schaffen. Der Bedarf ist da. Generell freuen wir uns über viele Zuzüge,“ sagte der Verwaltungschef. Er hoffe auf eine Förderung der altersgerechten, möglichst barrierefreien Wohnungen. Man gehe derzeit von 20 bis 25 Wohneinheiten aus. Trete die Stadt momentan als Vorhabenträger auf, so soll später die kommunale Wohnungseigentumsgesellschaft das Zepter übernehmen. „Um das Projekt fortschreiben zu können und rechtzeitig Arbeiten europaweit ausschreiben zu können, möchte ich die Politik mit ins Boot holen“, wandte sich der Bürgermeister an die Ausschussmitglieder.
Stadtplaner Norbert Braun stellte die aktuelle Projektidee vor und nannte Vorteile, die das Stadthaus in der Großen Straße 4 für den altersgerechten Umbau prädestinieren. So befinde sich der Solitärbau an der örtlichen Hauptstraße direkt im Innenstadtbereich im Sanierungsgebiet. Er sei nicht denkmalgeschützt und für den Neubau könnte die städtische Grünfläche genutzt werden. Von der Architektur her soll sich das Objekt der Quartiersplanung für die Große und Hirtenstraße anpassen. Denn nach Abriss der Wohnblöcke – für 2018 geplant – sollen hier Stadt- und Mehrfamilienhäuser gebaut werden.
Bürgermeister Sven Flechner möchte in der Seniorenwohnanlage eine Begegnungsstätte für die älteren Bürger einordnen, die durchaus auch von Vereinen genutzt werden kann. Auch könnte er sich gut vorstellen, dass im neuen Haus Platz für eine weitere Arztpraxis wäre.
Stadtverordneter Bernd Ebert von der CDU-Fraktion gab zu bedenken, dass die Stellplatzfrage nicht zu lax gesehen werden dürfe. Denn Senioren verfügen heute durchaus über ein Auto und wünschen sich dafür einen Parkplatz. Er könnte sich eine Tiefgarage vorstellen. Fragen, über die noch weiter zu beraten sei, so der Bürgermeister. Öffentlich geförderter Wohnungsbau habe andererseits keinen großen Rahmen für zusätzliche Wünsche. Gehe es dabei doch um eine effektive und kostengünstige Bauweise.
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02.06.2016 
Quelle: Nordkurier 

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