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20.06.2017

Neues Haus - neue Führungsspitze

Zu den Neubauten in Friedrichsfelde gehört das Gerätehaus, das im Mai offiziell eingeweiht wurde. Es bietet den Kameraden optimale Bedingungen, die in ihrer Freizeit immer einsatzbereit für andere sind.

Friedrichsfelde. Alles neu macht der Mai. Das stimmt nicht ganz. Denn schon zu Jahresbeginn durfte das Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ankershagen in das neue Gerätehaus rollen. Die offizielle Einweihung des Neubaus erfolgte dann im Mai. Davon zeugen noch jetzt die Geschenke, die von Kameraden anderer Wehren stammen. Und es riecht noch neu im Hallengebäude hinter dem Eiskeller in Friedrichsfelde. „Beim Öffnen der Tür schlägt uns warme Luft entgegen. Die Einsatzkleidung ist nicht mehr klamm und es gibt fließendes Wasser“, erinnert Stefan Witthuhn an Wintertage in diesem Jahr. Dabei wurde der Unterschied zum bisherigen Gerätehaus der Freiwilligen ganz deutlich. Stand der Wehr doch über Jahre nur eine Garage als Unterstellmöglichkeit für das Fahrzeug zur Verfügung. Aufgesessen wurde draußen, da die Halle nur 3,50 Meter breit war. Zudem fehlten eben Heizung und Sanitäranlagen. Die Gemeinde hatte einen langen Atem und so konnte mit Fördermitteln das neue Gerätehaus für über 414 000 Euro gebaut werden.
„Wir haben jetzt optimale Bedingungen und hoffen darauf, dass diese der Wehr vielleicht noch mehr Mitglieder bringen werden“, sagt Thomas Witthuhn, der seit vergangenem Jahr Gemeindewehrführer ist. Mit der Umstrukturierung der Truppe vollzog sich ein Wechsel in der Führungsspitze. Sie verjüngte sich. Der 30-jährige Thomas Witthuhn trat in die Fußstapfen von Ortswehrführer Bernd Wieczorek, war vorher dessen Stellvertreter. Und Marko Zimmermann, 34 Jahre, übernahm in Bocksee den Staffelstab von Wehrleiter Wolfgang Härtel. Dritter in der Runde ist der 30-jährige Stefan Witthuhn, Zwillingsbruder von Thomas Witthun, der nun 1. Stellvertreter des Gemeindewehrführers ist. Mit Friedrichsfelde und Bocksee verfügt die Ankershagener Wehr über zwei Standorte.
„Insgesamt gibt es 30 aktive Kameraden. Bocksee kann sogar eine Jugendwehr mit sieben Mitgliedern vorweisen“, kommt Thomas Witthuhn auf die Arbeit der Retter zu sprechen und zeigt sich mit dem Ausbildungsstand ganz zufrieden. So hätte das Gros der Truppe die Grundausbildung absolviert, fachliche Weiterbildungen zum Beispiel beim Atemschutz, Sprechfunk und Gerätekunde gehören zum regulären Jahresplan. Alle drei Wochen erfolge die Ausbildung vor Ort. „Ich habe den Gruppenführerlehrgang absolviert und werde noch in diesem Jahr eine weitere Qualifizierung an der Feuerwehrschule in Malchow anstreben“, so der Gemeindewehrführer. Rückten die Ankershagener im Vorjahr zu fünf Einsätzen aus, so wurden sie in diesem Jahr zweimal alarmiert. So unterstützten sie die Brandbekämpfung an einem Haus im benachbarten Adamsdorf bei Klein Vielen.
Am Tage die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten, das könne die Ankershagener Wehr kaum leisten. „Wir arbeiten zumeist alle außerhalb, sind erst nach 18 Uhr erreichbar oder eben am Wochenende“, spricht Thomas Witthuhn ein Problem an, mit dem viele kleine Wehren in der Region zu tun haben. „Als Team Menschen zu helfen, das schweißt schon zusammen. Sich ehrenamtlich einzubringen, damit funktioniert die Gemeinschaft auf dem Lande“, nennt Stefan Witthuhn seine Motivation, bei der Feuwehr mitzumachen. Und sein Bruder Thomas steuert weitere Gründe bei: „Es könnten auch deine Nachbarn, deine Familie und Freunde sein, die dringend Hilfe brauchen...“
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20.06.2017 
Quelle: Nordkurier 

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