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30.12.2015

Neues Jahr, neues Glück: Bauarbeiten am Voß-Haus sollen bald beginnen

Das Voß-Haus hat eine lange Geschichte in Penzlin. Und ähnlich lange drohte die Geschichte seiner Sanierung zu werden. Nun ist ein Ende in Sicht.

Penzlin. Endlich! Sven Flechner blickt optimistisch auf das Projekt Voß-Haus am Penzliner Markt. Im alten Rektorgebäude, wo Johann Heinrich Voß einst zur Schule ging, sollen Touristeninformation, städtische Regionalbibliothek und auch Museumsräume über den Heimatdichter entstehen. Jetzt kommt endlich Bewegung in die Sache
„Ich gehe davon aus, dass die baufachliche Prüfung im Januar abgeschlossen sein wird“, sagt der Bürgermeister. Die läuft bereits seit der ersten Jahreshälfte. Wenn sich hier etwas Neues ergibt, könnte sich unter anderem der Eigenanteil der Stadt ändern, fügt Sven Rose hinzu. Der Alt Rehsener hatte als Leiter des Amtes für Ordnung, Bau und Wirtschaftsförderung viel mit dem Vorhaben zu tun. Doch dessen Umsetzung wird er im Amt nicht mehr erleben: Sven Rose hat seinen Posten bei der Stadt zum Jahresende gekündigt, wurde bereits von der Stadtverwaltung verabschiedet. Doch zurück zum Voß-Haus: Bürgermeister Sven Flechner geht davon aus, dass die Fördermittel in den ersten drei Monaten bereit gestellt werden. Endlich – denn bereits 2014 wurden die Anträge beim Wirtschaftsministerium gestellt, die Baugenehmigung liegt schon seit Februar 2015 vor. Nur jene Prüfung dauerte an.
Damit die Bauarbeiten hoffentlich ab April starten können, werde schon jetzt die Ausschreibung vorbereitet. Denn so gut wie alles muss saniert werden – nur das Dach wurde schon in den Neunziger Jahren erneuert. Das Gebäude erhält auch einen kleinen Anbau, u. a. für die sanitären Anlagen. Das Projekt soll insgesamt 1,6 Millionen Euro kosten. Es soll u. a. durch Tourismusmittel vom Wirtschaftsministerium und einer Co-Finanzierung dieses Ministeriums finanziert werden. „Es konnten auch private Spenden in Höhe von 100 000 Euro eingeworben werden“, sagt Sven Flechner.
Auch andere Sponsoren sind mit im Boot. Die Exposition über Johann Heinrich Voß wird derweil immer feiner geplant. „Die Ausstellung muss parallel zum Bauvorhaben vorbereitet werden, damit klar ist, wo die Beleuchtung hin muss, um beispielsweise Objektinstallationen richtig zu beleuchten“, erläutert Flechner. Andrea Rudolph, Leiterin des Burgmuseums, hat bei der inhaltlichen Gestaltung der Schau den Hut auf. „In den Räumen wird es sieben Schwerpunkte, sogenannte Kabinette, geben“, sagt sie. Diese Bezeichnung sei den kleinen Räumen des spätbarocken Gebäudes geschuldet. In ihnen werde dargestellt, wie Zeitgenossen über Voß dachten, welche Spuren er in Penzlin, Ankershagen und Neubrandenburg hinterließ oder wie es zur Übersetzung von Homers Werken „Odyssee“ und der „Illias“ kam.

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n.schuldt@nordkurier.de

30.12.2015 
Quelle: Nordkurier 

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