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27.02.2013

Neues Leben im Lebenspark

Ob und wann die Rethra GbR das Parkgelände in Alt Rehse übernimmt, ist noch nicht sicher. Das Unternehmen hat allerdings schon große Pläne für das Grundstück. Die Finanzierung bleibt ein Geheimnis.
Alt Rehse. Familie, Freizeit, Fantasie, mit diesen drei Worten umschreibt Theresia Walde das neue Konzept für den Lebenspark in Alt Rehse. Sie ist Marketing-Expertin bei der „Rethra GbR“. Für die Mitarbeiter muss es kürzlich neue Visitenkarten gegeben haben. „Besuchen sie unseren Park“, steht auf der Rückseite. Noch herrscht allerdings Streit darüber, wer diesen Park am Tollensesee nutzen darf (die Müritz-Zeitung berichtete). Der Eigentümer Gerd Preissing will den Verkauf an die Rethra GbR schnellstmöglich abwickeln. Geht es nach der Neubrandenburger Unternehmensgruppe, sollen schon im Herbst erste Veranstaltungen die Touristen auf das Gelände locken.
„Wir wollen dort alle Unternehmenszweige bündeln und dadurch ganz neue Angebote schaffen“, so Ralf Hoffmann. Er ist Mitbegründer des Tao-Zentrums, aus dem die Rethra-Gruppe entstand. Die beschäftigt sich inzwischen nicht nur mit fernöstlicher Kampfkunst. Lebensmittelproduktion und Catering kamen als Geschäftsfelder dazu. Die „Rethra Entertainment“ organisiert Aufführungen vom Stelzenlauf bis zur Feuer-Show. Und ein weiteres Tochterunternehmen bietet Schulungen im Gesundheitsmanagement.
All diese Angebote sollen in Alt Rehse dafür sorgen, dass Touristen und Einheimische in den Park strömen, am besten auch dort nächtigen. Denn Vermietern will das Unternehmen auch. Ferienwohnungen und -häuser, allerdings nicht nur solche auf der Erde. Ein weiteres Subunternehmen plant Baumhäuser, sogar Höhlenwohnungen seien für das Gelände im Gespräch, so Gesellschafter Frank Meyer. Zunächst sollen aber ein Abenteuerspielplatz und eine Schauwerkstatt für die Lebensmittelproduktion entstehen. Selbst für die Nutzung der alten Bunkeranlagen gibt es schon erste kulturelle Idee. Auf dem 65 Hektar großen Gelände stehen rund 20 Gebäude. Sie sollen im Rahmen des Denkmalschutzes erhalten und ausgebaut werden. Das Konzept sieht vor, dass der Park weiterhin für die Öffentlichkeit zugänglich ist.
Über die Finanzierung des Großprojektes allerdings verliert man bei Rethra öffentlich nicht viele Worte. Auf Nachfrage versichert das Unternehmen lediglich, es gäbe genügend Betriebswirte die sich mit der Finanzierung auseinandersetzen. „Wir arbeiten an den detaillierten Businessplänen“, sagt Karsten Nix, ebenfalls Gesellschafter der Rethra. Auch Stefan Börngen, der Rethra berät, versichert, das Unternehmen sei gut aufgestellt. „Das ist nicht nur eine kleine Kampfkunstschule. Die Jahresumsätze liegen im hohen sechsstelligen Bereich“, sagt er. Allein der Kauf des Geländes dürfte mehrere Millionen kosten, würde aber möglicherweise über mehrere Jahre abgewickelt. Auch darüber wird geschwiegen.
Eigentümer Gerd Preissing demonstriert allerdings volles Vertrauen in das Konzept. „Mit dem Gelände lässt sich schon jetzt Geld verdienen, alles andere kann über Jahre weiterentwickelt werden“, sagt er. Das Scheitern der bisherigen Betreiber hätte mit dem Potenzial des Geländes nichts zu tun. Der „Tollense Lebenspark“ war bisher ein Wohn- und Arbeitsraum für Kreative und Kulturschaffende.

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c.schoenebeck@nordkurier.de
27.02.2013 
Quelle: Nordkurier 

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