Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
04.03.2015

Alles neu in der Penzliner Mitte

Langfristig wird gern in der kleinen Stadt am Fuße der Burg gedacht. Diesmal geht es um den Abriss von alten Wohnblöcken. Damit soll Platz für Reihenhäuser geschaffen werden.

Penzlin Zaubern kann sie wohl nicht, die Hexe auf dem Brunnen in der Großen Straße in Penzlin. Denn sonst hätte sie vielleicht die alten Wohnblöcke, auf die sie täglich schaut, längst mit einem flotten Spruch in schmucke Häuser verwandelt. Doch die Stadt hat ihre eigenen Zauberer und das Problem längst im Blick. „Bereits 2011 wurde ein Entwurf für die Umgestaltung dieses Areals vorgestellt, der eine Neubebauung vorsieht. Das Quartier Große Straße/Hirtenstraße wird im Rahmenplan der Innenstadtsanierung ständig fortgeschrieben und erfasst die Perspektive bis 2020“, sagt Sven Rose, Amtsleiter Ordnung, Bau und Wirtschaftsförderung in der Stadtverwaltung Penzlin.

Erarbeitet wurde diese Studie von Rahmenplaner Lutz Braun aus Neubrandenburg, die den Abbruch der Gebäude in der Großen Straße 5 bis 10 vorsieht. Das Gros der 48 Wohnungen in den Blöcken, die in den 70er-Jahren gebaut wurden, steht bereits leer. Hier erfolgten in den vergangenen Jahren auch keine grundlegenden Sanierungen mehr und es besteht das Ziel, die Häuser irgendwann leer zu ziehen. Erst dann wird der Abbruch und damit eine Neubebauung möglich.

Bedarf an Wohnraum in der Innenstadt

Die Große Straße von Penzlin, die 2012 ebenso wie die Warener Straße mit Investitionen von 2,2 Millionen Euro grundlegend saniert wurde, zeichnete sich schon immer durch eine geschlossene Bebauung mit einheitlichen Hausformen aus. Dieser geschichtliche Fakt fließt ein in die Pläne des Stadtarchitekten, der für das neu gestaltete Quartier Reihen- bzw. Stadthäuser vorsieht. Je nach Größe könnten das sechs bis neun zweigeschossige Häuser sein. Dabei werden Satteldächer vorgegeben, Gauben sind möglich. Die Farbpalette für die Fassaden reicht von Beige- über Gelb- bis zu Rottönen. Rückwärtig im Bereich der Hirtenstraße bleibt Platz für Nebengebäude wie Garagen. Und Wohnhöfe wird es geben. An der Ecke Große Straße/Bornstraße soll ein Mehrfamilienhaus diesen Stadtbaukörper abrunden. Hier könnten vielleicht auch Mieter aus den jetzigen Gebäuden ein neues Zuhause finden. „In der Innenstadt zu wohnen – dafür gibt es Bedarf in unserer Stadt. Bauherren hätten zudem den Anreiz, Sanierungsmittel in Anspruch nehmen zu können. Dieses neue Quartier wird die Attraktivität des Stadtbildes von Penzlin erhöhen“, zeigt sich Sven Rose überzeugt.

Eingeordnet in die neue Bebauung werden vorhandene Gebäude wie das Haus in der Großen Straße 4, in dem die Stadtbibliothek ihr Domizil hat.

Zieht sie nach Fertigstellung des Voß-Hauses um, dann könnten weitere Pläne realisiert werden. So würde sich dieses Haus auch gut für betreutes Wohnen älterer Bürger eignen. Doch wie gesagt, das ist Zukunftsmusik. Insofern kann die Hexe ruhig weiter ihren Löffel schwingen.

04.03.2015 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de