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23.11.2016

Offene Burg-Tore allein reichen nicht

Ganze 126 000 Euro lässt sich die Stadt Penzlin die Überarbeitung der Ausstellung im Obergeschoss der Burg kosten. Bleibt zu hoffen, dass das wieder mehr Besucher anlockt. Denn die Ziel-Marke wird wieder nicht geknackt.

Penzlin. Es scheint ein bisschen verhext zu sein: Bis Mitte Oktober besuchten 17 550 Leute die Alte Burg in Penzlin. Abzusehen ist, dass bis zum Jahresende die 20 000-Marke wieder nicht geknackt wird.
„Was kann die Stadt tun, dass viel mehr Gäste in Punschendörp vorbeischauen?” Diese Frage stellte Harry Bechdolf während der Einwohnerfragestunde in der Sitzung der Stadtvertretung. Denn von seinem Wohnhaus aus am Penzliner Stadtsee habe er des öfteren Gruppen von annähernd 30 Radlern gesehen, die in der Kleinstadt unterwegs waren. Ob sie dabei auch die Sehenswürdigkeiten Penzlins so ohne weiteres entdeckten, fragt er sich.
Bürgermeister Sven Flechner verweist auf die gute Beschilderung, die Gästen unkompliziert einen Rundgang am See, über den Markt an der Marienkirche vorbei bis hin zur Alten und Neuen Burg ermöglicht. „Für unsere weitere touristische Ausrichtung gibt es ein klares Konzept. So wollen wir die Infrastruktur auf dieser Strecke weiter ausbauen und erhoffen uns mit dem Voß-Haus einen weiteren Baustein auf diesem Weg”, so das Stadtoberhaupt.
Unbestritten sei, dass sich die Besucherzahl auf der Alten Burg auf 20 000 einpegeln werde. Vor Jahren waren es auch schon mal an die 30 000 Besucher. Trotz Buswerbung, veränderter Öffnungszeiten und vieler anderer Maßnahmen zeigen sich kaum Veränderungen. Dennoch bleibe die Stadt als Träger des Museums dran, die Dauerausstellung im Obergeschoss der Burg zu erneuern und zu erweitern. Denn nur so seien weitere Interessenten zu gewinnen. So werden 126 000 Euro in dieses Projekt investiert. Auch die Einrichtung des Spielzimmers neben dem Rauchfangmantel für die kleinen Besucher verspreche, ein Gewinn zu werden.
„Wie bereits im regionalen Tourismusverband festgestellt, habe auch ich das Gefühl, dass die Seenplatte im Vergleich zur Ostseeregion immer weiter abgehängt wird. Darauf müssen wir uns eben einstellen”, sieht Sven Flechner eine Herausforderung für die Kleinstadt Penzlin.
Bis zum 31. März hat das Museum nun wieder eingeschränkte Öffnungszeiten: sonnabends und sonntags von 13 bis 16.30 Uhr. Gruppenanmeldungen seien aber jederzeit möglich. So nutzten Schulen gern das mittelalterliche Flair der Burg für Klassenprojekte.

23.11.2016 
Quelle: Nordkurier 

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