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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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20.10.2015

Penzlin: Denk mal ans Denkmal!

Mehr als nur ein Stück Stadtgeschichte präsentiert der Obelisk auf einem Hügel bei Penzlin. Erinnert das Denkmal doch an die Aufhebung der Leibeigenschaft im Jahre 1816. Hier war Punschendörp Mecklenburg sogar Jahre voraus.

Penzlin. Während Alte Burg und St. Marienkirche als Wahrzeichen von Penzlin bei einem Stadtrundgang nicht zu verfehlen sind, ist der Obelisk nicht auf Anhieb zu finden. Denn dafür muss man schon etwas abseits der festen Straßen einen Hügel erklimmen. Und zwar von der Stadteinfahrt aus Richtung Neubrandenburg kommend, führt ein ausgeschilderter Weg über Wiesenland zu diesem besonderen Bauwerk, das mit der Penzliner Stadtgeschichte zu tun hat. Wer die Anhöhe erklommen hat, der wird mit einem ganz tollen Blick in die weite Landschaft belohnt. So einen Obelisken gibt es in Deutschland übrigens nur noch in Baden Württemberg, war in der Amtsverwaltung zu erfahren. Aufgestellt wurde dieser auf dem Galgenberg von Johannes von Maltzan zur Erinnerung an seinen Vater Ferdinand (1778-1849), der als deutscher Rittergutsbesitzer und mecklenburgischer Erblandmarschall 1816 als erster in Mecklenburg die Leibeigenschaft auf seinen Gütern aufhob. Verkündet wurde das von der Kanzel der Kirche aus. Erst vier Jahre später wurde die Leibeigenschaft in ganz Mecklenburg außer Kraft gesetzt.
Mit dem 18. Oktober 2016 steht der 200. Jahrestag der Verkündung dieses besonderen geschichtlichen Ereignisses an, das in Penzlin seine Würdigung erfahren soll. „Bis dahin muss das Denkmal in Ordnung gebracht werden. Denn nicht nur am Sockel zeigen sich schon wieder schadhafte Stellen“, sagt Bürgermeister Sven Flechner. In den vergangenen Jahren hatte Steinmetz Mathias Beese sich bereits mehrmals um Risse und heraus gebrochene Teile aus dem Feldsteinblock gekümmert. Auch die Inschrift auf dem Denkmal musste nachgeschrieben werden, da Witterungseinflüsse hier ganze Arbeit geleistet hatten.
Anlässlich des 175. Jahrestages weilte der damalige Ministerpräsident Alfred Gomolka vor Ort und pflanzte eine Linde im Bereich des Obelisken. Jetzt sind Ideen gefragt, wie das 200. Jubiläum dieses Geschichtsereignisses begangen werden soll. In Absprache mit der Kirchgemeinde wird es auf jeden Fall einen Gottesdienst geben, der an das Jahr 1816 erinnert. Wie Dagmar Kaselitz, Vorsitzende des Kultur-, Schul- und Bildungsausschusses informierte, denken die Amateurfunker Penzlins um Harry Bechdolf über ein Sonderrufzeichen sowie weitere Aktionen nach. Sicher werde sich auch der Arbeitskreis Stadtgeschichte zu diesem Datum einbringen. „Vielleicht gelingt es uns mit diesen Aktionen, den Obelisken bekannter zu machen und damit auch Touristen anzulocken“, hofft der Bürgermeister.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

20.10.2015 
Quelle: Nordkurier 

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