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08.12.2016

Penzlin arbeitet seine Baustellen ab

Es tut sich was: Für den Abriss der Wohnblöcke in der Großen Straße 5 bis 10 wird in Penzlin der Fördermittelantrag vorbereitet. Geld locker machte das Kultusministerium bereits für ein Kunstwerk, das einst Bestandteil des Voß-Hauses sein soll.

Penzlin. Konnte sich Stadtpräsident Michael Baaß während der Oktobersitzung über zahlreiche Gäste freuen, erschienen am Dienstagabend nur zwei Einwohner zur Parlamentsdebatte. Um so herzlicher wurden sie begrüßt und mit einem Schokoladennikolaus beschenkt.
Wie ein Geschenk empfindet die Stadt auch den Zuwendungsbescheid über 12 500 Euro vom Land für die angedachte Homer-Plastik, die im Umfeld des Voß-Hauses ihren Platz bekommen soll. „Die Gesamtfinanzierung dieses Projektes in Höhe von 25 000 Euro ist somit gesichert. Dass das Vorhaben noch in diesem Jahr abgeschlossen werden soll, halte ich allerdings für ein Gerücht“, sagte Bürgermeister Sven Flechner.
Von privaten Unternehmen wurden übrigens 1250 Euro für das Kunstobjekt gespendet. Für die Annahme dieser Gelder sprachen sich die Abgeordneten einstimmig aus. Dass der antike Dichter einen Platz in Penzlin bekommen soll, hat direkt mit dem Heimatdichter Johann Heinrich Voß zu tun. Übersetzte dieser doch Homers Epen „Ilias” und „Odyssee“. Zwischen Voßdenkmal an der Kirche und Homer am Literaturhaus würde so eine gelungene Blickbeziehung entstehen. Der Baufortschritt am Voßhaus sei laut Bürgermeister sichtbar. Der Rohbau der Kelleretage ist fertig, momentan werden die Stahlbetonstützen im Erdgeschoss eingeschalt und betoniert. Im Altbau werden die Kellerdecken saniert bzw. neu gebaut. Die Dachdeckerarbeiten sind ausgeschrieben.
Aufatmen heißt es auch für die Anlieger der Bahnhofstraße. Denn hier konnten inzwischen die Asphaltarbeiten abgeschlossen werden, die Leuchten sind bereits eingebaut und die Firmen bemühen sich, die Gehwege bis zum 22. Dezember fertig zu stellen. Der Nebenweg zur Hirtenstraße hinauf könne allerdings erst im neuen Jahr angepackt werden. Nach Mitteilung von Sven Flechner rücken noch in diesem Monat die Maler in der Alten Burg an, um Eingangsbereich, Kassenraum und Sanitärtrakt zu verschönern.
„Nach einjähriger Nutzung haben wir zusammen mit Architekt Stefan Nitschke das neue Schulgebäude in Augenschein genommen. Gebrauchsspuren sind schon überall sichtbar. Aber ansonsten scheint alles gut erhalten zu sein”, informierte das Stadtoberhaupt. Optische Mängel in den Sichtbetonfertigteilen gebe es allerdings am Verbinder zur Mensa.
Während der Stadtvertretersitzung gaben die Abgeordneten grünes Licht für die neue Gebührensatzung für Straßenreinigung und Winterdienst. Dabei wurde neu kalkuliert, was letztlich den Bürgern zugute kommt. Denn das Plus von 20 000 Euro, was im Zeitraum 2013 bis 2015 als ausgewiesene Überdeckung eingenommen wurde, werde nach Aussage von Amtsleiter Mirko Meinhart in den nächsten drei Jahren an die Einwohner zurückgeben.
Eine Geschenkidee fürs Weihnachtsfest präsentierte Sven Flechner. So gäbe es noch zahlreiche Bücher vom zweiten Teil „Penzlin mien Punschendörp” von den Autoren Kurt Köhn und Wolfgang Fuhrmann zu haben. Um den Verkauf zu fördern, wurde eine Preissenkung vorgenommen. Die Stadt musste aufgrund geringer Verkaufszahlen 200 Exemplare vom Geigerverlag zurückkaufen. Denn vertraglich war eine Auflage von 650 Exemplaren vereinbart worden, in Penzlin wurden aber erst 345 Bücher an den Mann gebracht.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.d

08.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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