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18.01.2016

Penzlin hat Schlüssel zum Erfolg

Während im ländlichen Bereich über Schulschließungen debattiert wird, investiert die Kleinstadt Penzlin in die Bildung. Die neu gebaute Grundschule zählt zu den größten Investitionen in der Nachwendezeit – und der Bürgermeister hatte noch eine andere Positivmeldung parat.

Penzlin. Dieser Schlüssel passt in kein Schloss. Architekt Stefan Nitschke überreichte das Riesenteil an Holger Rieck, Leiter der Regionalen Schule mit Grundschule „Johann Heinrich Voß“, während des Jahresempfangs in Penzlin. Auch wenn Schüler und Lehrer schon seit Dezember des Vorjahres in der neuen Grundschule aus und ein gehen, stand die offizielle Einweihung des Neubaus noch aus. An dieser Stelle mit Teilabbruch des alten Plattenbaus, Modernisierung und Anbau einen besonderen Lern- und Lebensort zu schaffen, das war für das Weimarer Planungsbüro eine neue Herausforderung. „Die Mensa als Multifunktionsraum verglich einer der Besucher der Baustelle sogar mit einem sakralen Raum. Da haben wir nicht schlecht gestaunt“, erinnerte sich Stefan Nitschke.
Erinnerungen, die Bürgermeister Sven Flechner (Wählergemeinschaft) mit Zahlen anreicherte: Auf der Schulbaustelle wurden in 13 Monaten 4,4 Millionen Euro verbaut. Das erforderte eine gute Planung und straffe Koordination. Fast 2,1 Millionen Euro flossen aus dem Bauministerium in das Projekt, über 1,7 Millionen Euro kamen aus dem Innenministerium und 100 000 Euro steuerte der Landkreis bei. „Es dürfte neben der Neuen Burg das größte Bauvorhaben in der Nachwendegeschichte unserer Stadt sein“, berichtete der Bürgermeister. Damit habe die Stadt Wort gehalten und eine Grundlage für den Erhalt des Schulstandortes in Penzlin gelegt. Rückhalt gebe es in dieser Frage durch die Schulnetzplanung des Landkreises bis zum Ende 2020. „Nun sind es Lehrer und Schüler, die das Gebäude mit Leben erfüllen müssen“, appellierte das Stadtoberhaupt. „Die Eltern entscheiden mit der Anmeldung ihres Kindes über die Zukunft unseres Schulstandortes“, nahm Stadtpräsident Michael Baaß (SPD/Die Linke) den Faden auf. Innenminister Lorenz Caffier (CDU) lobte die Entscheidung der Stadt Penzlin, bezeichnete den Schulneubau als eine Investition in die Zukunft. Dass sich in der Schullandschaft Wettbewerb zeige, damit müssten die Kommunen heute leben.
Zu den ausstehenden Arbeiten an der Grundschule gehört noch das Errichten eines Verbindungsdaches zwischen Mensa und Hauptgebäude. Eingebaut wird zudem eine Kinderküche für den hauswirtschaftlichen Unterricht.
Trotz angespannter Haushaltssituation geht Penzlin in diesem Jahr weitere Schwerpunkt in der Stadtentwicklung an. Dazu gehören der Bau des Voß-Hauses am Markt, die Erneuerung der Hexenausstellung im Obergeschoss der Alten Burg sowie die Sanierung der Bahnhofstraße. Hierzu werden in den nächsten Wochen die Fördermittelbescheide aus dem Verkehrsministerium erwartet.
Gefördert hat die Stadt Penzlin im abgelaufenen Jahr auch die Integration der Flüchtlinge. 46 Neubürger aus Ghana, Mauretanien und Syrien hat die Kleinstadt mittlerweile mit offenen Armen aufgenommen. Durch die Flüchtlinge schaffte es Penzlin, erstmals nach vielen Jahren die negative Bevölkerungsentwicklung zu stoppen. So verzeichnete Penzlin zum Ende des Jahres 2015 nunmehr 4254 Einwohner.

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m.jacobs@nordkurier.de

18.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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