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04.09.2014

Sanierung des Voß-Hauses

Das alte Rektorenhaus galt in der Penzliner Stadtverwaltung bisher als Problem. Und als Chance, gleich mehrere Probleme in der Innenstadt auf einen Schlag zu lösen. Wenn nur das nötige Geld da wäre. Jetzt nehmen die Ideen grafische Gestalt an.

Endlich gibt es erste Bilder. Architekt Christian Peters aus Neustrelitz plant für die Stadt Penzlin den lang ersehnten Umbau des Rektorenhauses am Markt. Ein Vorhaben, an dem seit Jahren getüftelt wird. Nicht nur in Sachen Finanzierung. Denn das neue „Voß-Haus“ soll eine eierlegende Wollmilchsau für die Stadt werden. Dabei ist es derzeit in einem „schlimmen Zustand“, wie Peters erklärt.

Mit der Sanierung des Gebäudedenkmals und dem neuen Anbau verknüpfen sich für die Stadt zahlreiche Hoffnungen. Dabei geht es um hehre Ansinnen. Endlich eine Gedenkstätte für den berühmten Sohn der Stadt zu schaffen – den Dichter und Übersetzer Johann Heinrich Voß. Und es geht um ganz grundlegende menschliche Bedürfnisse. Öffentliche Toiletten in der Innenstadt. Zwischen den beiden Extremen liegen jede Menge Hoffnungen. Darunter auch der Wunsch, den Platz vor dem Voß-Haus wieder zum echten Herzen der Stadt werden zu lassen. Bisher fristet der Marktplatz vor allem ein Dasein als kostenlose Parkfläche.

Auch die benachbarte Kirche soll profitieren, wenn nebenan ein Anlaufpunkt eröffnet. Das Rektorenhaus selbst soll künftig die Stadtbibliothek und eine Ausstellung über den Penzliner Voß beheimaten. Hinzu käme ein Anbau für die Stadtinformation und einen Veranstaltungssaal. Der Neubau soll optisch an die ortsübliche Bauweise von Nebengelassen anknüpfen. „Wir planen einen satteldachförmigen Gebäudekörper mit großen Glaselementen in den Giebelflächen auf einem Mauerwerkssockel“, erläutert Mit-Architektin Dörthe Große. Bibliothek und Stadtinformation sitzen bisher in der Großen Straße. Doch auch dieses Gebäude ist sanierungsbedürftig, was für die Stadtverwaltung einen Umzug rechtfertigen würde.

Nicht alles kann gerettet werden

Den gesamten Gebäudekomplex allerdings wird man wohl nicht retten können. Die Remise soll, wie Architekt Peters erläutert, abgerissen werden. Auch über das Kopfsteinpflaster vor dem Haus wird im Ausschuss für Stadtentwicklung inzwischen offen nachgedacht. Denn schließlich soll das neue Schmuckstück der Stadt barrierefrei sein. „Wir wissen um das Problem mit dem Straßenbelag, aber aktuell lässt sich da nichts machen“, wiegelt Bürgermeister Sven Flechner (WPL) ab. Doch geht es um Sanierungen im Allgemeinen und insbesondere um das Voß-Haus, hat sich die Verwaltung bisher von der kreativen Seite gezeigt. Seit Jahren kämpft die Stadt mit Löchern im Haushalt. Trotzdem wird fleißig weitergebaut. Und auch das Voß-Haus könnte entstehen, ohne dass die Gemeinde tief in ihre Taschen greifen muss.

Insgesamt, schätzt man im Rathaus, wird die Maßnahme rund 1,5 Millionen Euro kosten. Inbegriffen ist die Erstellung einer Ausstellung über den künftigen Namensgeber und sein Wirken. Geht alles wie erhofft, müsste die Stadt nur gut ein Prozent der Kosten aufbringen. Auch, weil der Penzlin-Mäzen Bernd-Albrecht von Maltzan seit Jahren für das Projekt wirbt. Mehr als 120 000 Euro sind an privaten Spendengeldern inzwischen eingegangen oder zugesagt. Jetzt müsste noch das Land in die Förderung einsteigen. Positive Signale gäbe es, so Flechner.

04.09.2014 
Quelle: Nordkurier 

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