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26.07.2016

Penzliner Schüler müssen noch bangen

Er ist so dick wie ein Versandhaus-Katalog, wiegt inhaltlich aber schwerer: der Schulentwicklungsplan des Landes. Einfach bestellen kann man aus ihm auch nicht. Sonst würde sich die Kreisverwaltung wohl manchen Schulstandort sichern. Vor allem einen.

Müritzregion. Bestanden! Die Regionalschule Rechlin, die Schliemann-Schule in Möllenhagen, die Kleinen Grundschulen auf dem Lande in Altenhof und Wredenhagen stehen nicht mehr vor dem Aus. Sie sind fester Bestandteil des aktuellen Schulentwicklungsplanes für die Mecklenburgische Seenplatte. Den hat Landrat Heiko Kärger (CDU) am Montag in Neubrandenburg vorgestellt.
Die genannten Schulen in der Müritzregion standen auf der Kippe, weil sie die Mindestschülerzahlen pro Klasse nicht mehr erfüllen. Um den Mädchen und Jungen aber nicht noch weitere Wege und Fahrtzeiten über die gesetzlich erlaubte eine Stunde pro Tour zuzumuten, hat das Ministerium Ausnahmen erlaubt.
Dennoch zeigt der 375 Seiten starke Plan: Es gibt noch Müritzer Schulen, die bangen müssen wie etwa die Regionale Schule Heinrich Voß in Penzlin. „Hier sind die Ausnahmekriterien noch nicht bestätigt“, bedauerte der Landrat. Die Voß-Schule, die im Vorjahr gerade ihren neuen Anbau für die Grundschule bekommen hatte, muss seit Jahren zusehen, wie Schüler ausbleiben und Klassen schrumpfen. Kärger versicherte, in den nächsten Wochen beim Ministerium zu argumentieren, um auch die Penzliner Schule sicher zu haben. Für die Regionalschule in Waren muss in seiner Behörde auch noch gearbeitet werden. Bis Mitte Dezember muss noch eine Schülerzahlprognose nachgereicht werden. Zum neuen Schuljahr sollen Schulen und Eltern Klarheit haben, strebt Kärger an.
Was ein bisschen nach Wettbewerb klingt – nur wenn die Zahlen stimmen, dann geht es weiter – das ist in der Tat eine große Aufgabe für die Kreisverwaltung. Der größte Landkreis der Republik ist mit am dünnsten besiedelt. Da sind kleine Klassen oder weite Wege zu zentralen Schulen programmiert.
Weniger Schulen, da ist sich Kärger sicher, schwächen die Kommunen: „Wo keine Schule ist, da fragen die Familien nach dem Ort, in dem es eine gibt und ziehen dort hin.“ Vor allem bei Grundschulen spiele das eine große Rolle. Wegen langer Schulwege gibt es im Landkreis schon zehn sogenannte Kleine Grundschulen, an denen Kinder mehrerer Klassenstufen gemeinsam lernen, um auf 20 Schüler pro Lerngruppe zu kommen wie in Altenhof und Wredenhagen. In der Seenplatte werden mit dem neuen Schuljahr mehr als 24 500 Schüler in 101 allgemeinbildenden Schule lernen.
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c.goels@nordkurier.de

26.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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