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06.10.2017

Penzlins Königin ist von ihrem Makel befreit

Eine romantische Wirkung wird dem Klang der Orgel in Penzlin zugesprochen. Zumindest, nachdem diese nun restauriert ist. Während der Sommermonate waren Fachleute vor Ort, um sie wieder zu vollem Klang zu bringen. Doch die nächste Orgel wartet schon.

Penzlin. Mitunter war sie ganz still in diesem Sommer. Kein Wunder, wenn an Schwellenwerk und Spieltisch der Orgel gearbeitet wird. Orgelbauer der Firma Scheffler bei Frankfurt/Oder hatten sich in den vergangenen Monaten um das historische Instrument in der Penzliner Marienkirche bemüht und sich um deren Restaurierung gekümmert.
Schon lange hatte die Kirchengemeinde Penzlin-Groß Lukow dieses Projekt auf ihrer Vorhabenliste. „Unsere Jaiser-Orgel stammt aus Stralsund, wurde 1930 in unserem Gotteshaus eingebaut. Es gibt nicht sehr viele Kircheninstrumente von dieser Firma. Das Orgelgehäuse ist sehr viel älter, stammt aus dem 18. Jahrhundert”, weiß Pastor Hartmuth Reincke.
Während der Reparaturarbeiten in den 60er Jahren wurden einige Teile ausgebaut, auch eine erste Restaurierung in den 90er Jahren sorgte nicht für die volle Zufriedenheit der Musikkenner. Der Orgel fehlte ganz einfach der volle Klang. Dieser Makel konnte jetzt von den Fachleuten behoben werden, so dass die Orgel in hörbar neuem Glanz erscheint. Wie vom Pastor zu erfahren war, kostete die Restaurierung 51 500 Euro. Finanzielle Unterstützung erhielt die Kirchengemeinde vom Landesamt für Kultur und Denkmalpflege sowie vom Kirchenkreis.
Wie die Orgel nach der Kur klingt, davon können sich Besucher des Festkonzertes am 15. Oktober um 15 Uhr in der Kirche Penzlin überzeugen. Zur Wiedereinweihung gibt es ein besonderes musikalisches Programm von Kantorin Brita Möller, die zur Blockflöte greift und sich gesanglich einbringt. Die Orgel spielt Dr. Rainer Gold aus Neubrandenburg, der von Hause aus Mediziner ist. Über die durchgeführten Arbeiten am historischen Instrument wird an diesem Nachmittag ein Vertreter der Firma aus Frankfurt/Oder berichten. Kantorin Brita Möller kann jetzt wieder alle Register ziehen. Auch Orgelsachverständiger Friedrich Drese ist in Penzlin zu Gast.
Eingebettet ist das Musikerlebnis übrigens in die Reihe „Penzlin in concert”, die seit einigen Jahren zur kulturellen Szene in der Kleinstadt gehört. Dabei werden 13 Konzerte über das ganze Jahr verteilt. In diesem Jahr waren Chorsänger, Musiker und Solisten auch auswärts unterwegs etwa in der Kirche von Groß Lukow und Schwandt.
Ist die Kostenfrage geklärt, sollen sich Experten auch um die Orgel in Mollenstorf kümmern. Sie ist noch einige Jahre älter als das Penzliner Exemplar und hat eine Besonderheit. „Hier ist noch der Blasebalg in Aktion, da das Instrument ohne Motor arbeitet,” sagt Hartmuth Reincke.
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m.jacobs@nordkurier.de

06.10.2017 
Quelle: Nordkurier 

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