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17.02.2017

Penzlins Senioren verschaffen sich jetzt Gehör

Im Auftrag des Parlaments erarbeitet die Penzliner Verwaltung eine Satzung für den Seniorenbeirat. Dieser will sich autonom gründen und Interessenvertreter für die ältere Generation sein.

Penzlin. Ein Projekt nimmt Fahrt auf. Dank einer guten Vorbereitung, die vor allem in den Händen von Hartmut Kindermann lag. Mit sieben Ja-Stimmen und vier Enthaltungen stimmten die Penzliner Stadtvertreter der Bildung eines Seniorenbeirates zu. Die Verwaltung wurde beauftragt, für dieses Gremium bis zur nächsten Sitzung eine Satzung zu erarbeiten.
Eingebracht hatte den Antrag in das Parlament die Fraktion SPD/Die Linke. Dagmar Kaselitz gab dafür die Begründung und berichtete von der aktiven Seniorengruppe, die aus den Reihen des ehemaligen Bundes der Ruhestandsbeamten hervorgegangen ist und nun eigenständig unter dem Dach des Penzliner Kulturvereins wirkt.
„Frauen und Männer im Seniorenalter, die in unserer Stadt leben, haben Interesse bekundet, sich über so einen Beirat stärker in den Gremien der Stadt zu engagieren. Bei Themen, die sie betreffen, wollen sie mitberaten und sich mit eigenen Wünschen und Vorstellungen einbringen”, so die Abgeordnete. Bemerkenswert sei das Mitgliederwachstum in dieser Interessengemeinschaft. Interesse an der Mitarbeit im Seniorenbeirat hätten auch Diakonie, die Awo-Tagespflege und die Seniorengruppe des Arbeitslosenverbandes bekundet.
Bürgermeister Sven Flechner erinnerte daran, dass dieses Thema vor Jahren schon mal in der Stadtvertretung diskutiert wurde. Damals gab es nicht genügend Fürsprecher. Er selbst begrüße die Initiative. Der Beirat werde sich autonom gründen, sei insofern eigenständig und könnte im Schulausschuss über seine Arbeit informieren. Aus der Sicht älterer Mitbürger Hinweise zu Themen in der Stadt zu bekommen, könne durchaus förderlich für die Kommunalpolitik sein. Für die Satzung gebe es gute Anregungen beispielsweise vom Seniorenbeirat der Stadt Neubrandenburg, so das Stadtoberhaupt.
„Ich fände es gut, wenn dieses Thema nicht wieder zerredet wird“, meinte Gerhard Kresin (FDP). Er selbst hatte vor sechs Jahren den Vorschlag zur Bildung eines Seniorenbeirates eingebracht und diesen einige Jahre später wiederholt. Doch wurde dieser Antrag immer abgelehnt. Wie viele Senioren im Alter über 60 Jahren in Penzlin zuhause sind, darauf konnte die Stadtverwaltung dem Abgeordneten Hubertus Hoch aus der CDU-Fraktion nicht auf Anhieb eine Antwort geben. „Die älteren Menschen wollen sich einbringen, das ist zu begrüßen. Wir sollten diese Initiative unterstützen”, warb auch Stadtpräsident Michael Baaß (SPD/Die Linke).
Ausgehend von den Diskussionen zum Verkauf des alten Rathauses am Wall machte Dagmar Kaselitz darauf aufmerksam, dass es auch in der jungen Generation Stimmen nach mehr Mitspracherecht in der Stadt gebe.

17.02.2017 
Quelle: Nordkurier 

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