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12.12.2017

Prozess um den Tod von Sarah H. wird erst später aufgerollt

Entgegen anders lautender Gerüchte wird der Prozess gegen den im Falle Sarah H. Verurteilten aus Alt Rehe nicht so schnell beginnen. Es gibt viel vorzubereiten.

Alt Rehse/Neubrandenburg. Der Prozess im Fall der getöteten Sarah H. aus Alt Rehse wird erst im kommenden Jahr neu aufgerollt. Das sagte der Vorsitzende Richter Carl-Christian Deutsch am Landgericht Neubrandenburg auf Nordkurier-Nachfrage. Er wies damit Gerüchte zurück, nach denen der Fall noch in diesem Jahr wieder verhandelt wird. „Es gibt noch so viel im Vorfeld zu erklären, Zeugen zu laden und vieles von damals ganz neu anzugehen. Darum wird der Prozess auch im Januar noch nicht beginnen“, betonte er. Zudem werde er den Prozess führen und kenne daher die Terminlage. Einen konkreten Auftakttermin für die Verhandlungen gebe es noch nicht.
Nötig geworden war das Wieder-Aufnehmen des Prozesses gegen den Verurteilten Axel Ingo G. aus Alt Rehse, nachdem der Bundesgerichtshof (BGH) das Urteil des Landgerichts Neubrandenburg gegen den Mann Mitte Oktober aufgehoben hatte. Der Angeklagte aus Alt Rehse war im März zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sein Verteidiger hatte Revision eingelegt. Mit Erfolg.
Nun werde es laut Deutsch darum gehen, herauszufinden, ob der inhaftierte Verurteilte schuldunfähig sei oder nicht. Denn in seinem Beschluss hatte der BGH unter anderem festgestellt, „dass der Geisteszustand des Angeklagten bei der Urteilsfindung nicht ausreichend berücksichtigt“ worden sei.
Zwei Stunden soll der 52-jährige Axel Ingo G. im Sommer 2016 mit einer Lederpeitsche auf die nackte, gefesselte Sarah H. eingedroschen und ihr etwas zu Trinken verweigert haben. Das Neubrandenburger Landgericht hatte es als erwiesen angesehen, dass sie an den Folgen der Misshandlung starb. In Plastiksäcke gewickelt, hatte er die Leiche mehrere Wochen im Haus aufbewahrt. Nur durch einen zufälligen Polizeieinsatz wurde sie gefunden.
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12.12.2017 
Quelle: Nordkurier 

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