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12.09.2018

Puchower feiern ihr neues Haus am See

Eine Feuerwehr hatte Puchow schon länger nicht mehr. Und so stand das Gerätehaus in bester Lage lange leer. Jetzt ist an gleicher Stelle ein schönes Haus entstanden, wo es Freizeitangebote für Jung und Alt geben soll.

Puchow. Norbert Böttcher blickt zufrieden und auch stolz auf das neue Natur- und Dorfhaus in Puchow. „Wie oft erlebst du das als Bürgermeister schon“, fragt er gut gelaunt. Wo früher Feuerwehrfahrzeuge standen, sitzen jetzt Gemeindemitglieder und Gäste an langen Tischen. Die Einweihung des Hauses wurde mit dem Kucksseetreffen zusammengelegt. Einmal im Jahr feiern die Puchower, die Lapitzer, die Krukower und die Rahnenfelder gemeinsam ein Gemeindefest. Der Gastgeber wechselt jedes Jahr. Eigentlich wäre jetzt Lapitz dran gewesen, aber der besondere Anlass rechtfertigt es, dass aus der Reihe getanzt wird.
530 Einwohner hat die Gemeinde Kuckssee aktuell. Mindestens jeder Dritte ist zum Fest am vergangenen Samstag gekommen, um zu klönen, zu feiern und natürlich, um sich das neue Haus anzuschauen, an dem die Einwohner selbst mächtig mitgewirkt haben. An mehreren Wochenenden in den Ferien haben an die 20 Männer und Frauen bei tropischen Temperaturen angepackt und bei den Außenanlagen mitgeholfen, wie Norbert Böttcher stolz erzählt.
Die Mühe hat sich gelohnt, der Blick von der neuen Terrasse auf den Wokuhlsee ist atemberaubend. „So einen schönen Ort und solche Feste braucht die Gemeinde“, findet auch der stellvertretende Bürgermeister Frank Sobek. Denn nur wenn Kinder und Jugendliche in einem lebendigen, lebenswerten Dorf aufwachsen, könne man darauf hoffen, dass sie nicht wegziehen oder zurückkommen.

Viele Ideen nach dem langem Leerstand
Das scheint in der Gemeinde gut zu funktionieren. Die Ortsteile wachsen. Dabei gehe besonders in Lapitz die Kurve nach oben. „Es ist besonders für junge Familien reizvoll, auf dem Lande zu leben. Die soziale Einbindung stimmt bei uns. Mit Neubrandenburg haben wir eine größere Stadt vor der Tür. Zudem gibt es inzwischen bessere Möglichkeiten, einen Job in der Region zu finden. Darum haben wir auch junge Rückkehrer, die dort leben wollen, wo ihre Wurzeln sind”, sagt Bürgermeister Norbert Böttcher. Ausreichend Bauland zu schaffen sei darum eine große und wichtige Aufgabe, sagt Böttcher.
Vielleicht kehrt mit dem Natur- und Dorfhaus auch wieder mehr Leben auf dem Festplatz ein, der gleich hinter dem Gebäude liegt. Im Namen des Hauses steckt ja schon drin, was auch eine wichtige Rolle spielt. Die Bienenzüchter und Angler sollen nicht die einzigen bleiben, die Angebote rund um das Thema Natur anbieten.
„Kinder und Jugendliche an Umweltthemen heranzuführen, das bietet sich hier einfach an”, sagt Norbert Böttcher. Mit dem Wokuhlsee vor der Tür gebe es optimale Bedingungen für dieses Anliegen. Auf der angrenzenden Wiese könnte später vielleicht ein Naturlehrpfad entstehen und auch Obstbäume alter Sorten könnten angepflanzt werden. Ideen für die Zukunft gibt es reichlich, nachdem das Gerätehaus viele Jahre leer stand.
Schon 2012, als Puchow im Rahmen der Fusion zusammen mit Krukow und Lapitz zur neuen Gemeinde Kuckssee zusammenwuchs, hatte der Ort keine eigene Ortswehr mehr. Darum strebten die Gemeindevertreter eine Nutzungsänderung an, die anfangs von Behörden kritisch gesehen wurde. Mit dem Verkauf eines kommunalen Gebäudes im Dorf sicherte sich Kuckssee aber die Eigenmittel für das Bauprojekt. Zum Ende wurde das Geld knapp und es dauerte auch länger als geplant. Denn eigentlich wollte man schon im Frühjahr fertig sein.
Die ersten Termine für Familienfeiern sind schon reserviert. Auch die Kucksseenachmittage, die reihum in den Gemeinden stattfinden, sollen nun hier in Puchow beheimatet sein. Und natürlich werden auch die Gemeindevertretersitzungen im neuen Haus stattfinden. Stellvertretend für die Puchower nahm Dietmar Hindenberg das schön gestaltete Holzschild entgegen. Er ist für Norbert Böttcher momentan der Ansprechpartner und Mittler in Puchow, nachdem Thomas Bünger ganz plötzlich mit 41 Jahren verstorben war. Als stellvertretender Bürgermeister kümmerte er sich besonders um die Belange seines Heimatdorfes Puchow.
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i.nehls@nordkurier.de

12.09.2018 
Quelle: Nordkurier 

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