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05.11.2015

Rädergegner reden an ganz hoher Stelle

Im Land droht ein unkontrollierter Ausbau von Windrädern, fürchtet das Aktionsbündnisses „Freier Horizont“. Das will nun die Politiker in Schwerin bewegen, die Landesbauordnung zu ändern. Und kritisiert erst mal.

Penzlin/Schwerin. Sie reisen nur zu dritt nach Schwerin, fühlen sich aber für den Kampf gegen die Windmühlen gut gerüstet. Drei Windkraftgegner vom Aktionsbündnis „Freier Horizont“ werden heute im Schweriner Landtag auf einer öffentlichen Anhörung im Wirtschaftsausschuss den Abgeordneten ihre Argumente zu einem Gesetzesentwurf der Volksinitiative „Gegen unkontrollierten Ausbau von Windenergie“ vortragen. Mit dabei ist auch der Vorsitzende des Aktionsbündnisses Norbert Schumacher aus Penzlin.
Die Stoßrichtung ist klar: Aus Sicht der Windkraftgegner droht im Land ein unkontrollierter Windkraftausbau. Die Aktivisten befürchten, dass Mecklenburg-Vorpommern unwiderruflich sein Image als Land der Weite, der unverbauten Landschaften und seine intakten Naturräume verlieren würde. Die Volksinitiative will deshalb eine Änderung der Landesbauordnung erreichen. Eine der Forderungen: Die Mindestabstände von Windrädern zu Wohnhäusern und zur Küste müssten vergrößert werden.
Im Vorfeld hatten die Windkraftgegner Kritik an der Rednerliste im Ausschuss geäußert. Neben Schumacher und seinen beiden Mitstreitern sind auch zehn Sachverständige geladen worden. Die Auswahl sei unausgewogen, hieß es. Windkraftkritiker seien so gut wie gar nicht berücksichtigt worden. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Dietmar Eifler (CDU), wies den Vorwurf zurück. Das Gremium habe keinen Einfluss auf die Auswahl genommen. „Die Sachverständigen wurden von den Fraktionen berufen“, erklärte er gegenüber dem Nordkurier.
Eine Entscheidung über den Gesetzentwurf der Volksinitiative werden die Abgeordneten heute nicht treffen. Die Anhörung diene zunächst dazu, dass sich die Abgeordneten eine Meinung bilden können. Das Aktionsbündnis hat bereits eine eigene Informationsveranstaltung angekündigt und alle demokratischen Parteien und Abgeordneten für den 14. November nach Güstrow eingeladen, wo der „Freie Horizont“ seine Positionen umfassend darlegen will. Für eine ausreichende Berücksichtigung von Windkraftgegnern dürfte dann gesorgt sein.

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05.11.2015 
Quelle: Nordkurier 

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