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26.10.2016

Rest vom Förderfest soll Penzlins Straße „moralisch“ machen

Penzlin bekommt keine Städtebaufördermittel mehr vom Land. Da muss die Stadt mit dem verbliebenen Rest gut wirtschaften. Wohin also mit der übrigen Million?

Penzlin. Scharfkantige Borde – die wollen die Penzliner nicht mehr in ihrer Stadt haben. Ruckzuck können diese einen Autoreifen aufschlitzen. Diese Forderung bekam Hartmut Minke mit auf den Weg während der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses. Der Diplomingenieur vom gleichnamigen Büro in Waren hat die Planung für die Sanierung und den Ausbau des zweiten Abschnittes der Turmstraße einschließlich der angrenzenden Kleinen Straße übernommen.
Nachdem der erste Teil vom Markt bis hinter der Kirche bereits vor Jahren eine neue Decke bekam, soll 2017 nun der Rest angepackt werden. Und das ist bitter nötig. Sei die Straße nach Aussage des Planers doch „moralisch verschlissen“, präge keinesfalls mehr positiv das Altstadtbild. Löcher im Asphalt, abgesackte Borde, verrutschte Gehwegplatten sowie Ausbesserungen mit unterschiedlichen Materialien seien nur einige der Missstände. Dass das Wasser von den Dächern offen über den Gehwege abläuft, das werde es nicht mehr geben.
Auszubauen sind 215 Meter Turmstraße sowie 79 Meter in der Kleinen Straße. Erneuert werden dabei auch Schmutz-, Regen- und Trinkwasserleitung. Insofern sei schon allein der Tiefbau eine komplexe Aufgabe, zumal der Bauraum unter der Straße stark belegt sei. „Wir bauen den Bereich der Turmstraße einheitlich auf einer Breite von 5,50 Meter aus. Nur an der Einfahrt zum Lebensmittelmarkt werden 6 Meter nötig, damit die Lieferfahrzeuge rangieren können“, sprach Hartmut Minke bereits festgelegte Details an.
Erhalten bleiben soll die bisherige wechselseitige Parkanordnung, statt der 22 Plätze werde es nach Abschluss der Bauarbeiten voraussichtlich nur noch 15 Abstellmöglichkeiten für die Autos geben. Das hänge mit den vorgegebenen Normen zusammen. Um die Gehwege nicht einzuengen, soll in der Turmstraße auf zusätzliches Grün verzichtet werden. Geplant wird auch eine neue Beleuchtung. Die Gesamtbaukosten bezifferte der Fachmann momentan auf 490 000 Euro. Dazu kommen noch die Mittel, die der Abwasserzweckverband für die Erneuerung der Versorgungsleitungen investiert.
„Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln der Städtebauförderung. Ungefähr eine Million Euro stehen für die Restlaufzeit noch zur Verfügung“, erläuterte Bürgermeister Sven Flechner und verwies auf den Beschluss der Stadtvertretung, die sich im vergangen Jahr für den Ausbau der Turmstraße innerhalb der Sanierungsprioritätenliste entschieden hatte.
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m.jacobs@nordkurier.de

26.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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