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28.10.2016

Retter blicken für Rettung zum Kreis

Während in Friedrichsfelde der Bau des neuen Gerätehauses vorwärts geht, hängen die Retter in Groß Vielen in der Warteschleife. Es gibt zwar schon ein Projekt. Doch Penzlin kann das nicht allein schultern. Es muss schnell gehen, bevor es immer teurer wird.

Groß Vielen. Die Kameraden in Groß Vielen geben die Hoffnung nicht auf, dass die Wehr vielleicht im kommenden Jahr ein neues Domizil bekommt. Gehört die Truppe doch zu den sieben Freiwilligen Feuerwehren im Amt Penzliner Land, deren Gerätehäuser nicht mehr den erforderlichen Bedingungen entsprechen. Das wurde in der Bedarfsplanung für den Brandschutz festgehalten, die Grundlage für die Perspektive der insgesamt 13 Wehren und für notwendige Investitionen bildet.
Seit Jahren ist das Löschfahrzeug in der ausgebauten Schmiede von Groß Vielen untergebracht. Es gibt zwar etwas Platz zum Umziehen, aber über Sanitäranlagen verfügt das kleine Haus nicht. Darum konnten sich die Retter um Ortswehrführer Uwe Brandt mit dem Gedanken anfreunden, mit Technik und Ausrüstung in das Gemeindehaus des Ortes umzuziehen. „Es geht eigentlich nur um den Anbau einer Fahrzeughalle. Umkleidemöglichkeiten, Duschen und sogar ein Besprechungsraum sind vorhanden. Die Gemeinderäume könnten dennoch von den Bewohnern genutzt werden“, sagt der Wehrleiter.
Schon 2011 wurde von einem Neubrandenburger Planungsbüro ein erster Entwurf vorgestellt. Die Finanzierung konnte bisher aber nicht sicher gestellt werden. „Darum haben wir kurzfristig einen Antrag beim Kreis zur Förderung im Rahmen integrierter ländlicher Entwicklungsansätze gestellt. Hier wäre eine finanzielle Unterstützung von 65 Prozent der Bausumme möglich”, sagte Penzlins Amtsleiter Matthias Mahnke, der während des Stadtentwicklungsausschusses über den Planungsstand zur Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses Auskunft gab. 256 000 Euro wären notwendig für den Anbau der Fahrzeughalle. Käme die Förderung, hätte Penzlin nur noch 89 000 Euro an Eigenmitteln zu berappen. Diese könnten im Haushalt 2017 eingestellt werden.
Aufgrund der fortwährenden Entwicklung von bautechnischen Anforderungen in diesem speziellen Bereich steigen die Kosten. „Während für das Gerätehaus in Alt Rehse 250 000 Euro ausgegeben wurden, sind für das Domizil der Feuerwehrleute in Friedrichsfelde schon 400 000 Euro notwendig”, begründete der Amtsleiter die Entscheidung, noch schnell einen Förderantrag beim Landkreis zu stellen. Dabei handele es sich aber um einen Versuch, auf die Prioritätenliste zu kommen. Denn eine Garantie für die erhoffte Förderung gebe es nicht.
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m.jacobs@nordkurier.de

28.10.2016 
Quelle: Nordkurier 

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