Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
11.05.2017

Retter ganz aus dem Gerätehäuschen

In ihrer Freizeit befinden sich die Kameraden in Friedrichsfelde stets für die Gemeinschaft in Einsatzbereitschaft. Doch die Bedingungen in ihrem Gerätehaus waren lange mehr als schlecht. Nach zwei Jahren erfüllt sich nun endlich der Wunsch der Kameraden.

Friedrichsfelde. Am Freitag wird die Ausgeh-Uniform angezogen. Schließlich gibt es für die 20 Kameraden um Gemeindewehrführer Thomas Witthuhn einen besonderen Anlass. Gegen 16.30 Uhr soll das neue Feuerwehrgerätehaus im Ortsteil Friedrichsfelde offiziell seiner Bestimmung übergeben werden. Dazu hat sich auch Innenminister Lorenz Caffier angesagt, der schon beim Spatenstich im August 2016 mit dabei war und das Vorhaben aus dem Topf der Kofinanzierung des Landes mit 65 700 Euro unterstützte.
„Das neue Gerätehaus passt sich gut ins Dorfbild ein. Schon Ende Januar rollte das Löschauto in die Fahrzeughalle. Inzwischen ist das gesamte Gebäude eingerichtet worden”, sagt Bürgermeister Thomas Will und erwähnt den Arbeitseinsatz der Kameraden am Wochenende, um das Gelände für den großen Tag schön herzurichten.
Sehr lange mussten die Retter von Ankershagen auf diesen Neubau warten, der ihnen nun optimale Bedingungen beschert. Denn von Sanitäranlagen und Heizung konnten sie vorher nur träumen. Stand der Wehr doch nur eine Garage als Unterstellmöglichkeit für das Fahrzeug zur Verfügung. Und da die Halle nur 3,50 Meter breit war, konnten die Feuerwehrleute nur im Freien ins Auto klettern.
Jetzt gibt es sogar Umkleide- und Aufenthaltsraum. Der eingeschossige Bau wurde in Stahlrahmenkonstruktion errichtet und mit Fassadenpaneelen verkleidet. Dass die einst geplanten Kosten von 377 000 Euro letztlich überschritten wurden, hing mit dem schlechten Baugrund auf dem Gelände in Nähe des Eiskellers zusammen. So musste eine größere Menge an Boden ausgetauscht werden. Dennoch konnte zügig gebaut werden. Der Neubau kostete schließlich 414 000 Euro, so das Amt Penzliner Land. Der Landkreis stellte 264 500 Euro zur Verfügung und die Jost-Reinhold-Stiftung steuerte 50 000 Euro bei. Die Gemeinde beteiligte sich mit 33 800 Euro.
„War der Neubau des Gerätehauses in Mallin noch für 144 000 Euro zu haben, so waren für den Hallenbau in Alt Rehse schon 230 000 Euro notwendig. Die Kosten haben sich allmählich verdoppelt”, sagt Sven Flechner als leitender Verwaltungsbeamter.
Als nächstes sei die Feuerwehr Groß Vielen mit einem neuen Gerätehaus an der Reihe. Dafür soll das Dorfgemeinschaftshaus mit genutzt werden, das mit einem Anbau für das Fahrzeug versehen werden soll. Gegenwärtig wird dafür die Finanzierung geklärt, so dass der Bau 2018 in Angriff genommen werden könnte. Aber auch Klein Lukow verfüge laut Brandschutzbedarfskonzept nicht über die notwendige Ausstattung einer Wehr, steht der Truppe fürs ehrenamtliche Wirken doch auch nur eine alte Garage zur Verfügung. Mit dem Neubau des Gerätehauses wird der Feuerwehrstandort in Friedrichsfelde gesichert und damit der Brandschutz in der Gemeinde Ankershagen und im angrenzenden Müritz-Nationalpark. Bürgermeister Thomas Will hofft zudem, dass sich weitere Mitglieder für die Freiwilligen finden. Neben Friedrichsfelde verfügt Ankershagen mit Bocksee über eine weitere Ortswehr.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

11.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

Kontakt

Stadt Penzlin
Der Bürgermeister
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon +49 3962 2551-0
Fax +49 3962 2551-52
f.colberg@penzlin.de