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26.07.2016

Rosen zum Frühstück? Gerne doch!

Verschlossene Schlosstüren? Nimmer! Gäste drücken sich in Marihn die Schlossklinke in die Hand. Auch wenn das Herrenhaus nur sieben Suiten bietet – es schläft sich wohl gut in den alten Mauern. Das Hotel ist ausgebucht. Ein guter Start für eine rosige Zukunft.

Marihn. Rosengelee aus eigenen Blüten zu kochen, das hat sich Silke Hagenow fest vorgenommen. Damit könnte sie dem Frühstücksbüffet eine weitere schmackhafte Nuance geben. Schon jetzt kommen die regionalen Speisen bei den Gästen des Schlosshotels in Marihn gut an. Zusätzliche Wünsche werden gern erfüllt. „Wir sind bis Anfang September ausgebucht. Zumeist bleiben die Gäste zwei bis drei Nächte“, freut sich die Hotelmanagerin. Und das auch, weil der Neustart des Hauses seit Mai etwas Zeit brauchte. Schließlich musste sich das Hotel erst wieder bekannt machen.
Wie von den Eigentümern Michaela und Günther Zobel zu erfahren war, suchen leider immer noch Urlauber nach dem Garten von Marihn, der vor Jahren in der Insolvenz endete. Deshalb gebe es den Garten auch nicht mehr in seiner ursprünglichen Größe. „Der immer noch schöne restliche Bestand der Rosenbeete mit 1000 Pflanzen und der 60 000 Quadratmeter große Park gehören jetzt zum Schloss und sind den Gästen vorbehalten“, gibt Zobel zu verstehen. Das muss Silke Hagenow Vorbeikommenden immer mal wieder erklären. Denn einen freien Zugang gibt es nicht mehr für Haus und Areal, was auch am schmiedeeisernen Tor zu lesen ist.
Die Gäste buchen eine der sieben Suiten meist übers Internet. Die Bewertungen im Onlineportal bescheinigen, dass das Hotel wirklich ein Juwel in Mecklenburg sein muss. „Am schönsten ist die Ruhe in diesem Haus inmitten schöner Natur“, sagten Angelika und Siegmund May, die für vier Nächte aus Sachsen angereist waren. „Wir haben schon Herrenhäuser in Schottland und Irland besucht und waren somit neugierig auf Marihn. Da wir nicht so den Trubel an der Ostsee mögen, entschieden wir uns für diesen Teil der Mecklenburgischen Seenplatte“, berichtete die Lehrerin und war ganz begeistert, was sie in der Region alles gesehen hat. So besichtigten die Mays Stralsund, erfuhren in Ankershagen von Heinrich Schliemann und staunten über die 1000-jährigen Ivenacker Eichen. In einem Himmelbett zu schlafen, wo gibt es das schon, fügte Ehemann Siegmund May schmunzelnd hinzu.
Seiner Prinzessin eine Schlossatmosphäre zu bieten, das hatte sich Frank Ruhkieck aus der Nähe von Hamburg vorgenommen. Überraschung gelungen: Denn Henrike Paulsen war begeistert vom Schlosshotel Marihn. Zuvor hatte das Paar bereits einige Nächte in einem Warener Hotel verbracht. Besonders beeindruckend war für beide der Besuch der Hörspielkirche in Federow, wo zur Blauen Stunde ein Horrorstück gespielt wurde. Dass es nur Frühstück im Hotel gibt, sei für die Hamburger keine Hürde gewesen. „Wir fühlten uns hier wirklich gut umsorgt. So als wenn ständig 20 Leute um uns herum wären“, sagte Frank Ruhkieck.
In Wirklichkeit kümmern sich nur fünf Mitarbeiter um den Hotelbetrieb. Dass die historischen Betten mitunter etwas knarren, wird nach Aussage von Silke Hagenow an den Hausmeister weitergereicht. Doch der kann erst mit dem Schraubenzieher ran, wenn es mal ruhiger wird im Haus. „Wir hatten auch schon Besucher aus der Schweiz, Israel und Schweden hier. Ein Niederländer hat sich für zwölf Tage angemeldet“, erzählt die Managerin. Internationale Gäste sind ihr aber nicht unbekannt, arbeitete die 49-Jährige doch mehr als 13 Jahre als Hausdame im Radisson Blu Hotel in Neubrandenburg.
Michaela Zobel sieht die aktuelle Saison als gelungene Premiere für das Schlosshotel Marihn. Ausgebucht zu sein, das sei ein erster Erfolg für das historische Haus und natürlich auch für Eigentümer und Mitarbeiter.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

26.07.2016 
Quelle: Nordkurier 

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