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26.02.2016

Rosige Aussichten: Schloss Marihn erwacht aus dem Dornröschenschlaf

Der Ruf des Gartens von Marihn war nach der Insolvenz des ehemaligen Besitzers ziemlich verwelkt. Nun blüht das Schlosshotel wieder auf. Noch einige Wochen – dann öffnen sich dort wieder die Türen für Gäste. Und auch die Rosen sind noch da.

Marihn. Auch wenn die Forsythien noch nicht blühen, so haben die Rosen im Schlossgarten von Marihn bereits ihren Frühjahrsschnitt hinter sich. Länger warten wollte Gärtnerin Sigrid Pohlmann nicht, denn sie hat momentan alle Hände voll zu tun. Viel zu lange bekamen Sträucher und Bäume keine Schere zu sehen. Das viele Laub unter den großen Bäumen tut dem Rasen nicht gut, in dem sich vereinzelt die Schneeglöckchen durchkämpfen.
Fleißige Hände regen sich aber auch im Schloss selbst. Ist das Gros der Handwerker nach den Umbauarbeiten abgezogen, so sind es gerade die letzten Arbeiten, die für Stress sorgen. So muss im Frühstückszimmer – dem künftigen Luisensalon – noch das Parkett verlegt werden. In neuem alten Glanz strahlen Wände und Decke. Der Kronleuchter ist noch verhüllt. Stuckelemente und nachgearbeitete Deckenmalereien erinnern vom Stil her an die Gründerzeit, in der dieses Herrenhaus gebaut wurde. Es gibt viel zu entdecken und zu bestaunen.
„Wir wollen das Schlosshotel Marihn am 17. März wieder für Besucher öffnen und sind schon ganz gespannt, was uns die nächsten Monate so bringen“, sagt Günther Zobel, der das sanierte Gutshaus 2011 erworben hat und es für einige Jahre verpachtete. Im vergangenen Jahr entschloss sich die Familie, den Hotelbetrieb in Eigenregie zu übernehmen. Doch das brauchte Zeit, zumal viele Dinge, einschließlich Landkauf, zu regeln waren. Darum konnten in der vergangenen Saison keine Gäste empfangen werden.
„Ich bin im 14-tägigen Rhythmus zwischen Salzburg und Marihn gependelt, um mich um die Einrichtung und die anstehenden Arbeiten zu kümmern“, kommt Michaela Zobel auf die vergangenen Monate zu sprechen. Jetzt befindet sich alles auf der Zielgeraden. Die sieben exklusiv ausgestatteten Suiten sind eingerichtet. Viele schöne Dinge konnten vom Vorbesitzer übernommen werden.
„Wir streben Gäste im Alter von 40 bis 60 Jahren an und gehen davon aus, dass die kommende Saison für uns so etwas wie eine Probezeit bedeuten wird“, sagt Michaela Zobel. Das erste Wochenende sei bereits mit einem Bridge-Club aus Berlin ausgebucht. Mit Hotelmanagerin Silke Hagenow haben die Zobels eine Fachfrau, die ihnen künftig mehr als den Rücken frei halten wird. Agierte sie doch fast 14 Jahre als Hausdame im Radisson Blu Hotel Neubrandenburg, das zum Jahresende seine Türen schloss. Und sie brachte die 64-jährige Sigrun Glinka aus dem Housekeeping mit.
Insgesamt gibt es fünf Mitarbeiter im Schlosshotel Marihn, das früher auch für Michaela und Günther Zobel ein beliebter Urlaubsort war. Nach dem Eigentümerwechsel des Hauses war es ihnen ein Bedürfnis, dieses Kleinod in mecklenburgischer Landschaft zu erhalten.
Dazu gehört auch der Garten von Marihn, der einst weit über Landesgrenzen hinaus bekannt war. Später erlangte der aber auch traurige Berühmtheit, als mehrere Firmen des einstigen Rosenkönigs Horst Forytta insolvent waren. Nun soll auch der Garten aus seinem Dornröschenschlaf erwachen.
„Zwei Drittel dieses grünen Areals gehören zu unserem Schlosspark. An die 4000 der David-Austin-Rosen sind erhalten und werden in den Sommermonaten wieder ihre Blütenpracht entfalten“, sagt Günther Zobel. Der Park werde aber vornehmlich den Gästen des Schlosshotels vorbehalten sein. Das Teehaus soll zu gemütlichen Stunden außerhalb der Schlossmauern einladen. Ob einzelne Salons im Haus irgendwann mal für kleine Familienfeste, Seminare oder Lesungen angeboten werden, darüber sind sich die Hotelbetreiber noch nicht einig.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

26.02.2016 
Quelle: Nordkurier 

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