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14.12.2016

Sägen geklaut: Wehr ist nicht mehr einsatzbereit

Es ist ein Verlust für die Freiwillige Feuerwehr in Groß Vielen. Das Gerätehaus wurde aufgebrochen und teures technisches Gerät geklaut. Schon wieder. Doch zu dem Ärger kommt nun auch ein großes Problem.

Groß Vielen. Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr verschafften sich Diebe gewaltsam Zutritt zum Feuerwehrgerätehaus in Groß Vielen. Wie bereits im Februar stiegen sie in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein und stahlen die beiden Motorkettensägen, die die Wehr sich gerade erst wieder neu angeschafft hatte.
„So ein elektrisches Werkzeug kostet gut 2000 Euro. Dazu kommen die Schäden, die die Täter beim Aufhebeln der Tür am Tor des Gerätehauses verursacht haben”, ärgert sich Ortswehrführer Uwe Brandt. Er weiß, dass mit dem erneuten Diebstahl nun Auflagen der Versicherung auf die Wehr zukommen werden. Nach seiner Aussage wurde Anzeige erstattet.
Die Kriminalpolizei war vor Ort und habe die Ermittlungen aufgenommen. Diese seien noch nicht beendet, teilte Polizeisprecherin Karen Lütge mit. Wer Hinweise geben könnte, der sollte sich an die Beamten wenden.
Ärgerlich ist nicht nur der Diebstahl an sich – er bringt auch ein großes Problem mit sich. „Mit dem Verlust dieser Technik sind wir nicht einsatzfähig, könnten bei Sturmschäden nicht agieren”, gibt der Ortswehrführer zu verstehen. Schon mehrmals in diesem Jahr mussten die Kameraden aus Groß Vielen zum Beräumen von umgestürzten Bäumen ausrücken. So leisteten sie Hilfe in Zahren, Mollenstorf und auch in Groß Vielen. Das wird nun erst mal nicht mehr möglich sein.
Mit dem geplanten neuen Gerätehaus, werden sich auch sicherheitstechnisch die Bedingungen für die Retter verbessern. Allerdings werde das erst 2018 Realität. Geplant ist der Anbau einer Fahrzeughalle am Gemeindehaus im Dorf. Für die Finanzierung hat die Stadt Penzlin einen Förderantrag beim Kreis gestellt. Schließlich geht es um Gesamtkosten von 256 000 Euro.
Groß Vielen gehört zu den sieben Freiwilligen Feuerwehren im Amt Penzliner Land, deren Gerätehäuser nicht mehr den erforderlichen Bedingungen entsprechen. Das wurde in der Bedarfsplanung für den Brandschutz festgehalten, die Grundlage für die Perspektive der insgesamt 13 Wehren und für notwendige Investitionen bildet. Der Wehr gehören 18 aktive Kameraden an, die Jugendgruppe zählt sechs Mitglieder.
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m.jacobs@nordkurier.de

14.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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