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31.05.2016

Süßer Geburtstag dank Zartbitterschokolade

Fußball, Fernsehen, Familie – Anneliese Weißmann hat ihre Fixpunkte im Leben. Ein außergewöhnliches Leben, in dem heute ein neuer Meilenstein gesetzt wird – und in dem ein Stepper eine wichtige Rolle spielt.

Mallin. Nach dem großen Fest zum 100. im Vorjahr wird heute ganz normal Geburtstag gefeiert. „Im kleinen Kreis mit der Familie – so habe ich es am liebsten“, sagt Anneliese Wießmann aus Mallin. Mit ihren 101 Jahren ist die Penzlinerin die älteste Bewohner weit und breit.Die Kleinstadt mit Burg kennt sie aber eigentlich gar nicht, war doch bis 2014 Neubrandenburg ihr Lebensmittelpunkt. Noch mit 99 Jahren bewohnte sie allein in der Oststadt eine Zweiraumwohnung im Hochhaus, genoss den tollen Ausblick. Doch als Sohn Jobst, der als freiberuflicher Bauingenieur arbeitet, das alte Siedlungshaus in Mallin ausbaute und für seine Mutter auf dem Grundstück ein eigenes Heim schuf, verabschiedete sich die Seniorin aus der Viertorestadt. „Ich brauchte doch schon etwas Hilfe“, erzählt sie und kam in den Genuss, sich noch einmal neu einzurichten.
Trotz Mehrgenerationenhaus hat jeder in Mallin seinen eigenen Bereich. Und so befeuert Anneliese Wießmann noch allein den Kamin und bereitet sich das Essen zu. „Morgens wird die Wohnung erst einmal tipptopp hergerichtet. Erst dann koche ich mir einen Kaffee“, erzählt die 101-Jährige aus ihrem Alltag. Das Zuhause in Ordnung zu halten und für die beiden Söhne zu sorgen, stand für sie als Hausfrau und Mutter stets im Mittelpunkt.
Geboren wurde Anneliese Wießmann im polnischen Natolewice (Natelfitz), lebte mit ihrem Mann in Stettin, nach dem Krieg kam die Familie nach Mecklenburg. „Ich habe viel durchgemacht. Doch nun lebe ich hier und jetzt“, zieht die Seniorin resolut ein Resümee ihres Lebens, zu dem auch vier Enkel und zwei Urenkel gehören.
Als Geräuschkulisse dient ihr im Haus der Fernseher, der fast immer läuft. Zeitungen werden von vorne bis hinten gelesen, zu später Stunde greift sich Anneliese Wießmann mitunter auch die Bibel. Edmund Stoiber mag sie als Politiker, Bundeskanzlerin Angela Merkel auch. Und sie interessiert sich für Fußball. „Das ist für mich auch eine Gelegenheit, mit meiner Mutter zusammen Fernsehen zu gucken. Denn meine Familie ist nicht so scharf auf das runde Leder“, sagt Jobst Wießmann. Mit der bevorstehenden Europameisterschaft sind die Sportabende programmiert.
Apropos Sport: Der Stepper, den die Familie zum 100. Geburtstag schenkte, steht bei Anneliese Wießmann gleich hinter dem Sessel im Wohnzimmer. „Zwei- oder dreimal die Woche nutze ich ihn. Aber ich bin ansonsten immer viel in Bewegung, das ist wichtig für alte Menschen“, meint sie. Ebenso mindestens zwei Liter Wasser am Tag zu trinken. Beim Essen verzichtet die Seniorin auf zu Fettes. Rotkohl und Kotelett sind ihre Lieblingsgerichte. Und zum Abend wird vor dem Fernseher gern ein Stück gefüllte Zartbitterschokolade genascht. Das gibt Kraft und Muße – zum 60. Geburtstag ihrer Schwiegertochter Marianne tanzte Anneliese Wießmann bis 2 Uhr nachts. Das kann die Jubilarin heute wieder haben. Alles Gute und beste Gesundheit!
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

31.05.2016 
Quelle: Nordkurier 

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