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11.02.2014

Schüler werden bald zu Burgherren

Wenn die marode Grundschule in Penzlin abgerissen wird, muss mindestens ein Jahr in der Neuen Burg unterrichtet werden. Und der Bürgermeister fürchtet noch mehr unliebsame Entdeckungen im alten Plattenbau.

Die Zeit drängt in der Kleinstadt Penzlin. „Bis zum 28. Februar“, sagt Bürgermeister Sven Flechner (Wählergemeinschaft), „müssen die Planungen für den Bau der neuen Grundschule fix und fertig auf dem Tisch liegen“. Eine sportliche Aufgabe sei dies, so der Verwaltungschef. Aber unbedingt notwendig, will man in Penzlin die Förderung nicht riskieren. Denn immerhin müssen für den Abriss des alten Plattenbaus und den Neubau der Grundschule satte 4,4 Millionen Euro auf den Tisch gelegt werden.

Anders als ursprünglich geplant, müssen während der Bauzeit die Grundschüler das Gebäude komplett verlassen. „Wir ziehen die Schule frei“, erklärt Flechner. Dabei hätten nicht nur Sicherheitsgedanken eine Rolle gespielt, in Penzlin erhofft man sich so eine kürzere Bauzeit. Trotzdem – wenigstens bis zum Herbst 2015 werde es dauern, bis die „Lütten“ der Kleinstadt ihr neues Domizil beziehen können. Im Juli, pünktlich zu Beginn der Sommerferien startet der Abrissbagger mit seinem Werk. Und mit dem ersten Stundenklingeln des neuen Schuljahres müssen sich Schüler und Lehrer an eine neue Umgebung gewöhnen. „Für die Zeit der Bauarbeiten findet der Unterricht in den Räumen der Neuen Burg statt“, verkündet der Bürgermeister. Der Entschluss hat allerdings einen Haken: Denn so bleibt das Veranstaltungszentrum für alle Vereine und Verbände der Stadt mehr als ein Jahr geschlossen. Stadtoberhaupt Flechner hofft auf ganz viel Verständnis der Betroffenen. Dabei spielt die Sorge um fehlende Mieteinnahmen in der Neuen Burg noch die geringste Rolle. „Dafür sparen wir dann an den Nebenkosten in der alten Grundschule.“ Fünf der sieben Grundschulklassen ziehen in die Neue Burg, für die anderen zwei Klassen rücken die Großen in der benachbarten Regionalschule etwas enger zusammen.

Über einen Neubau der Grundschule in Penzlin wird bereits seit Jahren debattiert. Spätestens nach der Einschätzung einer Expertenkommission, die im Jahr 2010 vom Schweriner Kultusministerium zur Untersuchung der Bildungseinrichtung nach Penzlin gesandt wurde und die zu dem vernichtenden Urteil kam, der bauliche Zustand des Schulgebäudes sei „das Schlimmste, was sie je gesehen hätten“, war klar, das etwas geschehen muss. Nach langem Ringen um notwendige finanzielle Unterstützung durch das Land kann es im Sommer endlich losgehen.

Bürgermeister Flechner hofft inständig, mit den vorhandenen 4,4 Millionen Euro auszukommen. Denn bei jüngsten Untersuchungen des maroden Schulgebäudes sei festgestellt worden, dass beim Bau der Schule vor mehr als 40 Jahren viele Werkstoffe verarbeitet wurden, die nun speziell entsorgt werden müssen. „Und das kostet zusätzlich“, seufzt der Verwaltungschef. Aber dann werde eben an anderer Stelle beim Bau gespart. Denn die Kosten, von denen die Stadt rund eine halbe Million Euro selbst stemmen muss, dürften nicht überschritten werden, so Flechner.

11.02.2014 
Quelle: Nordkurier 

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