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01.09.2017

Schliemann im Fokus: Kreis kontert Witte-Kritik

Ab heute ist er zwar offiziell im Ruhestand, doch seine Kritik am Landkreis hallt nach – Reinhard Wittes seit Jahren gepflegte Kontroverse mit seinem Arbeitgeber macht nicht Halt vor dem Rentnerdasein. Währenddessen prallen die Worte des Ex-Museum-Chefs am Landkreis ab.

Ankershagen. In einem Punkt zeigt sich der Landkreis als Träger des Schliemann-Museums generös: Es werde keine vierte Abmachung für den langjährigen Chef der Einrichtung geben, teilte Haidrun Pergande auf Nordkurier-Nachfrage mit. Hintergrund: Der kritische Geist Witte hatte in der Vergangenheit schon öfters den Landkreis ins Visier genommen, war dafür mit drei Abmahnungen „belohnt“ worden.
In der letzten Woche seiner Amtszeit hatte Witte im Nordkurier-Interview unter anderem den aus seiner Sicht zu geringen Werbeetat für das Museum angeprangert – ein Vorwurf, den der Kreis zurückweist. „Durch die organisatorische Umstrukturierung und Zusammenfassung der drei Museen des Landkreises in der MuSeEn gGmbH stehen deutlich mehr Kapazitäten auch für das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit aller drei und jedes Museums im einzelnen (Heinrich-Schliemann-Museum, Agroneum und Drei-Königinnen-Palais) zur Verfügung. Die Werbemittel werden entsprechend eines neuen Marketing-Konzepts geplant und im Interesse jedes einzelnen Hauses umgesetzt“, machte Kreissprecherin Pergande klar.
Auch die Kritik Wittes an massiven Besuchereinbrüchen und kaum vorhandener öffentlicher Anbindung des Museums im ländlichen Ankershagen, teilt der Landkreis nicht. Der Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH lägen keine verwertbaren Daten und Zahlen bezüglich des Besucherrückgangs vor, heißt es aus der Pressestelle der Kreisverwaltung. Zum neuen Marketing-Konzept gehöre es deshalb auch, unter anderem Besucherbefragungen mit entsprechend auswertbaren Ergebnissen zu installieren. Pergande an die Adresse Wittes: „Nur so lässt sich gezielt und effizient Werbung machen.“ Erste Maßnahmen seien laut Landkreis bereits sichtbar – beispielsweise verstärkte Anzeigen- oder Bannerwerbung an hochfrequentierten Knotenpunkten und die neue Internetplattform zeitreise-seenplatte.de.
Und der vielfach in der Öffentlichkeit entstandene Eindruck, dass Schliemann-Museum sei dem Landkreis ein Dorn im Auge und politisch gar nicht gewollt? Haidrun Pergande kontert: „Das Schliemann-Museum gehört zu den kulturellen Schätzen des Landkreises. Deshalb wird es auch in Zukunft in der MuSeEn gGmbH gefördert und weiter entwickelt werden.“
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a.becker@nordkurier.de

01.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

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