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29.11.2016

Sie nehmen es mit jedem Stern auf

Handgemacht ist alles, was im Clubraum des Friedrichsfelder Gutshauses entsteht. Gerade im Advent sputen sich die „Knüttfrugens”, um Dekoratives aus Wolle zu zaubern. Aber auch Tüten sind für Kreatives bestens geeignet.

Friedrichsfelde. Sektkorken landeten in den vergangenen Wochen keinesfalls im Gelben Sack. Sie wurden von den Frauen des Handarbeitsclubs in Friedrichsfelde gesammelt und mit Häkelnadel, Faden und Glitzersteinen zu besonderem Adventsschmuck umgestaltet. So entstanden kleine Pilze mit rotem Hut, die an Tannenzweigen durchaus etwas her machen. Aber auch Gardinenringe lassen sich mit der passenden Umhüllung beispielsweise in einen Weihnachtsmann-Anhänger verwandeln.
Seit Ende Oktober stricken, häkeln und basteln die „Knüttfrugens” für das Fest. Mit der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde Ankershagen am Nachmittag des 7. Dezember im Gutshaus Friedrichsfelde steht ein besonderer Termin an. Denn neben der Ausrichtung dieser Feier wollen die handarbeitsbegabten Frauen auch ihre Produkte anbieten, um so wieder etwas Geld in die Gemeinschaftskasse zu bekommen. Neben Dekorativem sind dabei auch ganz praktische Sachen im Angebot.
Gestrickte Socken gehen immer und werden das ganze Jahr über während der Mittwoch-Treffs im gemeindeeigenen Gutshaus mit vier Nadeln gezaubert. Anni Luthmann aus Waren hat sich darauf spezialisiert und schreckt auch nicht davor zurück, solche Socken auf Wunsch sogar für Schuhgröße 44 zu stricken. „Die Finger wollen manchmal nicht mehr so mitmachen, andererseits ist das Stricken für die Feinmotorik der Hände gerade gut”, sagt die 81-Jährige, die früher in Rumpshagen zu Hause war. Und sie bekomme regelrecht Heimweh nach der Truppe, wenn sie nicht regelmäßig an den Begegnungen in der gemütlichen Runde teilhaben kann.
„Unser Club hat sich im Jahr 2000 gegründet und hatte anfangs über zehn Mitstreiter. Leider schrumpft die Truppe. So zogen aktive Frauen wie Ursula Müller weg. Andere schieden altersmäßig aus, und einen Trauerfall gab es in diesem Jahr zu beklagen”, nennt Heidelinde Müller Probleme, die die Frauen mitunter zum Grübeln bringen.
An Ideen und Elan, Neues auszuprobieren, scheitert es jedenfalls nicht. So konnte Charlotte Kunze alle in diesem Jahr mit ihren Weihnachtssternen aus Papiertüten begeistern. Die Anleitung dafür fand die 64-Jährige bei Bastelideen im Internet. Sigrid Gorgs versuchte sich an einem Strickponcho und Helga Zimmermann kennt sich am besten mit dem Herstellen von wärmenden Hüttenschuhe aus. Von diesen Erfahrungen im Umgang mit Nadel und Wollfaden profitiert Leni Kühl, die die sechste Klasse in der Möllenhagener Regionalschule besucht. Seit drei Jahren gesellt sich die Schülerin zum Frauenteam und hat hier nicht nur das Abc der Strickkunst gelernt.
„Zu den Höhepunkten in diesem Jahr gehörte für uns das 750-jährige Bestehen der Kirche in Ankershagen. Anlässlich dieses Jubiläums haben wir Beutel mit dem Motiv des Gotteshauses bestickt, die bei den Gästen gut ankamen”, kommt Heidelinde Müller auf den Beitrag der „Knüttfrugens” zum Kirchenjubiläum zu sprechen.
Für nächstes Jahr sei noch nichts Konkretes geplant, man lasse alles auf sich zukommen. Nach der Weihnachtsfeier geht der Club in die Winterpause. Ende Januar werden dann wieder mittwochs Häkelhaken und Stricknadeln ausgepackt.
Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

29.11.2016 
Quelle: Nordkurier 

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