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Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
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15.01.2016

Sieben Minuten für den Blick aufs Grün

Durchgezählt: Über 16 000 Bäume wachsen im Penzliner Amtsbereich und gehören zu den Schätzen der Kommune. Dass die Riesen gesund bleiben und nicht zur Gefahr werden, darum kümmern sich mehrere Mitarbeiter. Doch die Prüfung dauert.

Penzlin. Stahlseile geben einer 180-Jährigen in der Mauerstraße in Penzlin den nötigen Halt. Diese Eiche ist stadtbekannt. Haben sich ihre Wurzeln doch über Jahre durch die Wallmauer gegraben. „Durch Kronenreduzierung und diese Verseilung im Bodenbereich wollen wir den Baum noch lange erhalten“, sagt Dietmar Rüthnick, Sachbearbeiter im Bereich Forst und Baumpflege, in der Stadtverwaltung Penzlin. Auch wenn er sich vorrangig um den 317 Hektar großen Kommunalwald mit Schmort und Hufenholz kümmert, so hat er jeden Baum im öffentlichen Bereich im Blick. Und das vor allem wegen der Verkehrssicherungspflicht der Kommune.
„Im Rahmen der Doppik haben wir in Penzlin, in den Ortsteilen und in den Gemeinden des Amtes alle Bäume erfasst und dabei auch gleich nach bestimmten Kriterien begutachtet“, sagt der Diplomforstingenieur. Mit 10 080 Bäumen hat die Stadt Penzlin die Nase vorn im öffentlichen grünen Bereich. In Möllenhagen gibt es über 2800 Bäume, in Kuckssee über 2100 und in Ankershagen über 1460. Insgesamt wurden 16 639 dieser grünen Riesen gezählt, die an Straßen, in Parkanlagen oder an beliebten Plätzen zu finden sind. Mit einem Tulpenbaum hat beispielsweise Mollenstorf etwas Besonderes zu bieten. Aber auch Elsbeere und Speierling gehören zu ausgewählten Arten.
„Sorgen bereitet uns das Eichen-, Eschen- und Ulmen-Sterben. So soll langfristig die Ulmenallee zwischen Klein Lukow und Carlstein umgewandelt werden. Hier kommen Linden ins Erdreich“, sagt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Regelmäßig gebe es Baumschauen mit der unteren Naturschutzbehörde. Dabei werden notwendige Fällungen, Totholzentnahmen, Kronenreduzierungen und eben Verseilungen von Bäumen beraten.
Während sich größere Städte einen Mitarbeiter allein für ihre Bäume leisten können, kann das kleine Penzlin da nicht mithalten. Ist es doch vor allem eine Kostenfrage, die den Haushalt noch weiter ins Minus drängen würde. Geht Dietmar Rüthnick von den vorgegebenen sieben Minuten für die Kontrolle eines Baumes aus, so wären nach seiner Rechnung dafür im Amtsbereich fast 246 Arbeitstage nötig. Nicht von ungefähr absolvierte darum auch Stadtbauhofleiter Uwe Brandt einen Lehrgang in Greifswald und kann laut Zertifikat als Baumkontrolleur agieren. „Wir haben überwiegend mit der Jungbaumpflege zu tun, müssen aber auch die Verkehrssicherheit wahren. Darum geht nicht nur nach Stürmen ein prüfender Blick auf die Vitalität der grünen Riesen“, gibt Uwe Brandt zu verstehen. Wöchentlich werden die Spielplätze im Amtsbereich kontrolliert, viele sind von Bäumen gesäumt. Schwerpunkt bildet dabei zum Beispiel der Hexentobeplatz am Penzliner Wall.

Kontakt zur Autorin
m.jacobs@nordkurier.de

15.01.2016 
Quelle: Nordkurier 

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