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02.12.2016

So ein Ärger! Fast alle umgehen die Umgehung

Im nächsten Jahr sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden. Die Puchower wollen nicht länger zusehen, dass große Fahrzeuge im Ort die Straße kaputt machen. Wozu hat das Dorf schließlich eine Ausweichstrecke?

Kuckssee. Wovon andere Kommunen träumen, das hat Puchow längst: eine Umgehungsstraße in Asphalt, die um das Dorf führt. Von Penzlin kommend geht es bei Rahnenfelde links ab durch die Wiesen bis zum Ortseingang. Nur leider wird diese Trasse viel zu wenig genutzt. Das will die Gemeinde Kuckssee ändern. „Immer wieder werden wir von den Einwohnern angesprochen, etwas gegen den zunehmenden Durchgangsverkehr landwirtschaftlicher Fahrzeuge durchs Dorf zu unternehmen. Das betrifft alle Ortsteile”, sagt Norbert Böttcher, Bürgermeister von Kuckssee.
Der Groll richtet sich dabei nicht gegen die einheimischen Landwirte, die mit Traktor und Anhänger durchs Dorf rollen. Mehrfachachser wie Gülle- und Silagefahrzeuge sind es, die in Puchow immer wieder die Straße kaputt machen. Auch das Hinweisschild für den Radweg werde des öfteren im Kurvenbereich der Lukower Straße umgefahren.
Vor zwei Jahren wurde die Dorfstraße saniert. Das kostete 500 000 Euro. Das neue Stück reicht aber nur bis zum Gutshofbereich. Für das Pflasterstück dahinter mit dem Abzweig in Richtung Klein Lukow fehlte das Geld. „Für Reparaturen hat die Gemeinde aufzukommen. Wird eine Sanierung der Straße notwendig, dann müssten sich daran auch die Anlieger beteiligen. Darum denken wir über eine veränderte Verkehrsführung nach”, greift der Bürgermeister der Gemeindevertretersitzung vom 7. Dezember vor.
Ziel sei es, die großen Landwirtschaftsfahrzeuge auf die Umgehung zu schicken. Schließlich wurde diese im Rahmen des Flurneuordnungsverfahrens angelegt. Mittel aus dem Landwirtschaftsministerium flossen in diesen ländlichen Wegebau. Nobert Böttcher erinnert an den Vor-Ort-Termin mit Peter Handsche von der unteren Verkehrsbehörde des Kreises, der der Gemeinde einige Vorschläge zur möglichen Lösung des Problems unterbreitete. Über neue Beschilderungen oder Tonnenbegrenzung für die Ortsdurchfahrt wollen sich die Abgeordneten in der anstehenden Sitzung austauschen. Zudem soll abermals das Gespräch mit den Landwirten gesucht werden.
Mit Blick auf die für 2016 aufgestellte Prioritätenliste zeigt sich der Bürgermeister ganz zufrieden mit den Ergebnissen. So soll bis zum 16. Dezember die Modernisierungsphase im Wohnbereich des Gutshauses in Lapitz abgeschlossen sein. Die Gemeinde konnte ein Stallgebäude erwerben, das nach Abriss den Bau von weiteren Eigenheimen möglich macht.
Denn die Nachfrage nach Bauplätzen in Krukow, Lapitz und auch Puchow ist ungebrochen. „Jedes Dorf für sich hätte bisher realisierte Vorhaben allein nicht anpacken können. Durch die Fusion konnten Mittel konzentriert eingesetzt werden. Auch 2017 wollen wir angesichts knapper Haushaltsgelder nach einer Prioritätenliste arbeiten”, sagt der Bürgermeister.
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02.12.2016 
Quelle: Nordkurier 

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