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26.03.2013

Spannende Reisen in die Vergangenheit

Ein Rentnerdasein im Fernsehsessel? Das ist für Christa Kostolnik nichts. Seitdem sie Rentnerin ist, hat sie jeden Stein in ihrer Heimat umgedreht und darüber zwei Bücher geschrieben.
Von unserem Redaktionsmitglied
Leonie Mielke

Friedrichsfelde. Für Geschichte hat sich Christa Kostolnik (70) schon immer interessiert. Aber lange Zeit gab es genügend anderes zu tun: Der eigene Nachwuchs, ihre Arbeit als Schuldirektorin und der ganz normale Alltag. Aber dann ging sie in Rente und hatte plötzlich massenhaft Zeit. Zeit, die sie damit verbrachte, tief in die Geschichte von Friedrichsfelde und seiner Nachbarsgemeinde Ankershagen einzutauchen. Und darüber zwei Bücher zu schreiben: Eines über die Schule Ankershagen und eines über die Dörfer Ankershagen und Friedrichsfelde, deren Geschichte eng miteinander verknüpft ist. Schriftstellerin zu werden, war bei der Suche in der Vergangenheit gar nicht ihr großes Ziel. Das Stöbern und Recherchieren in Kirchenarchiven und Bibliotheken sei es, was sie fasziniere: „Wenn ich einmal anfange, kann ich nicht mehr aufhören und es packt mich wie ein Virus.“ Vor allem, da die Suche nie ende. Jede Antwort auf eine Frage ziehe mindestens eine neue nach sich. Und sie verstricke sich immer tiefer in das komplexe und engmaschige Netz der vergangenen Jahrzehnte, bis es sie nicht mehr loslasse. Besonders reizvoll sei es, wenn es ihr gelinge, Zeitzeugen aufzuspüren oder Nachfahren zu entdecken: „In solchen Augenblicken werden ganz viele Glückshormone in mir freigesetzt“, so die Chronistin, „und die Leute sind begeistert, wenn ich mich für ihre Geschichte interessiere.“ Und auf solchen Wegen fand sie heraus, dass Friedrichsfelde ein junger Ort ist. Erst 1847 begann Ulrich Strecker Friedrichsfelde zu errichten, indem er einen Meierhof, als Ergänzung zu dem Gutshaus in Ankershagen, baute. Es folgten wechselnde Gutsbesitzer, eine Feuersbrunst im Jahre 1887 und schließlich der „Aufschwung“ des Dorfes – als 1952 eine Maschinen-Traktoren-Station errichtet worden ist. Heute, so Christa Kostolnik, sei Friedrichsfelde bekannt für die Storchenbeobachtungsstation, als Sitz für die Gemeinde Ankershagen und als Eingang zum Müritz-Nationalpark. Für Christa Kostolnik ist es aber vor allem wichtig, dass Menschen nicht in Vergessenheit geraten.
26.03.2013 
Quelle: Nordkurier 

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