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07.11.2017

Spitze! Umgeben von grünen Nadeln

Gelassen sieht Heike Kopp der Weihnachtszeit entgegen. Hat sie doch wieder Prächtiges für all diejenigen zu bieten, die einen stattlichen Baum ins Zimmer stellen wollen. Wer gut wachsen will, braucht aber auch viel Zuwendung.

Mollenstorf. Ende November oder Anfang Dezember stimmen sich wohl die meisten Leute auf die Weihnachtszeit ein. Bei Heike Kopp ist das eigentlich das ganze Jahr über der Fall. Wachsen Nordmanntannen und Blaufichten doch direkt vor ihrer Tür in der Vielener Straße 3.
Selbst hat sie die Grünen vor Jahren in den Boden gebracht und kümmert sich um deren gesunden Wuchs. Denn spätestens ab dem dritten Advent klopfen Leute bei ihr an die Tür, um einen in freier Natur gewachsenen Baum für den Weihnachtsabend zu kaufen.
Seit 1992 betreibt die Mollenstorferin Landwirtschaft im Nebenerwerb und dazu gehört auch die Anzucht von Weihnachtsbäumen. „Der viele Regen und die Wärme bekamen den Bäumen in diesem Jahr gar nicht so gut. So musste ich aufpassen, dass sie nicht von Pilz befallen werden”, erzählt die 59-Jährige, die im Saatzuchtbetrieb Bocksee tätig ist.
Überhaupt machen Weihnachtsbäume sehr viel Arbeit, was Außenstehende kaum bemerken. So muss zwischen den Reihen regelmäßig gemäht werden, damit das Grün Platz zum Wachsen hat. Und auch die Schere müsse mal gezückt werden. Denn wer will schon zwei Spitzen an seiner Tanne haben?
Auf dem Areal von einem halben Hektar Fläche finden sich die unterschiedlichsten Größen. So sind im hinteren Teil die Riesen zu entdecken, die im Advent große Räume schmücken wie beispielsweise im Pflegeheim Penzlin. Für die kleinen Bäume begeistern sich zumeist ältere Menschen, ist das Schmücken doch nicht so aufwändig. Manch einer erscheint auch mit dem Zollstock, um die für ihn ideale Weihnachtstanne in Mollenstorf zu finden. Sie sollte zumeist an die zwei Meter groß sein.
Und tatsächlich haben die ersten Kunden schon einen Reservierungszettel an ihre Tanne hängen lassen. „Für mich sind alle Bäume schön, jeder hat irgendwas Individuelles zu bieten”, freut sich Heike Kopp über ihre grünen Zöglinge.
Das wird sie auch noch in den nächsten Jahren tun können, denn da wächst noch einiges vor ihrer Haustür heran. „Neues wird aber nicht mehr angepflanzt. Wir lassen die Weihnachtsbaumgeschichte allmählich auslaufen”, gibt sie einen Entschluss bekannt, den sie mit Ehemann Hans getroffen hat. Schließlich koste dieses zusätzliche Revier viel Arbeit. Mit der dazugekommenen Konkurrenz in der Nachbarschaft sei zudem der Kundenstamm kleiner geworden. Ohnehin hat Heike Kopp auf ihrem Anwesen in Mollenstorf täglich alle Hände voll zu tun.

07.11.2017 
Quelle: Nordkurier 

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