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23.05.2017

Spur aus Trockenfutter schult die Nase

Schon seit Jahren ist Elke Weden auf den Hund gekommen. Und mit ihr noch andere Mitstreiter. Die treffen sich regelmäßig auf dem Trainingsplatz, um ihre Schäferhunde körperlich fit zu halten – und geistig.

Bocksee. Mit einer Widerristhöhe von 60 Zentimetern und einem Gewicht um die 40 Kilogramm macht der Schäferhund schon was her. Angsthasen nehmen da meist Abstand. Dass diese kräftig gebauten Vierbeiner aber auch wie verrückt mit dem Ball herumtollen, das denkt der Außenstehende kaum. Ist eben auch nur ein Hund, der aber sehr lernwillig ist.
„Dieser Spieltrieb wird gerade beim Training genutzt, um Gehorsam zu üben”, sagt Elke Weden, die dem Verein für Deutsche Schäferhunde der Ortsgruppe Bocksee vorsteht. Seit 22 Jahren gibt es die Truppe. Waren es anfangs noch über 20 Mitglieder, so hat sich der Stamm auf 11 Leute reduziert. Das hänge auch mit den Jobs zusammen, die nicht immer in der Region zu finden seien. Während Elke Weden und ihr Mann Jürgen aus Neuhof bei Penzlin mit ihren Hunden des „Zwingers vom Hexenkeller” in Bocksee anreisen, kommen andere sogar aus Pasewalk, Neubrandenburg und Pasenow in der Nähe von Woldegk.
Das Trainingsgelände, das an Fußball- und ehemaligem Reitplatz angrenzt, wird dem Verein von der Gemeinde Ankershagen zur Verfügung gestellt. Mit der Auflage, es in Ordnung zu halten. Mit Hilfe eines Wohnwagens wurde ein Vereinshaus gebaut, in dem auch zu Versammlungen eingeladen wird.
Sich an Landesmeisterschaften im Hundesport zu beteiligen, ist immer ein großes Ziel. Doch das ist nicht mit einem Antrag getan. Der Hund muss die Voraussetzungen dafür mitbringen, braucht ein intensives Training für die Qualifikation. Nicht jedes Tier sei geeignet, so Elke Weden. Sie kennt sich in diesem Metier bestens aus, da in ihrer Familie schon seit 40 Jahren Deutsche Schäferhunde gezüchtet werden. „Für mich ist das die ideale Rasse, die sich für Familie, Sport und Arbeit eignet”, sagt sie ganz begeistert. Auslauf und Beschäftigung und das geistige Fordern seien A und O beim Halten von Schäferhunden, die selbstbewusst sind und oft ein ausgeprägtes Schutzverhalten zeigen.
Und dafür eigne sich der Hundesport besonders. Neben der Unterordnung setzen die Hundehalter auch auf die Fährtenarbeit. An der langen Suchleine geht es an die 600 Meter über den Acker. „Dabei kommt uns der Fresstrieb der Hunde zugute. Mit Trockenfutterstücken wird eine Spur gelegt”, kommt die Vereinsvorsitzende auf diese Ausbildungsdisziplin zu sprechen. Liegt auf dieser Strecke ein Stück Holz, Leder oder Filz, dann muss der Hund das anzeigen, und danach auf Kommando die Fährtensuche wieder fortsetzen. Herausforderung für Mensch und Tier gleichermaßen. Schon die Welpen werden mal mit aufs Trainingsgelände genommen, um den Sozialkontakt zu schulen.
Hunde zum Gehorsam zu erziehen, was für deren Akzeptanz im öffentlichen Leben ganz wichtig ist, das sei schon ein hartes Brot. Und gelingt bei den großen Vierbeinern mitunter sehr viel einfacher. Denn wie am Rande zu erfahren war, gibt es im Haus der Familie Weden in Neuhof auch die kleine schmusige Cairn Terrierdame Jessy. „Sie macht schon mal, was sie will”, gesteht Frauchen lachend ein.

23.05.2017 
Quelle: Nordkurier 

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