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22.09.2017

Stallanlage war gestern – hier bauen junge Familien ihr Zuhause

In Werder tut sich etwas. 2019 soll dort ein Naturcampingplatz eröffnet werden. Doch zuvor schon könnten Häuslebauer mit Karre und Schippe anrücken.

Penzlin. Nichts geht mehr – in Penzlin sind fast alle Baugebiete besetzt, nur hier und da gibt es noch einige Lücken. Die Nachfrage nach Eigenheimplätzen reißt nicht ab. Vor diesem Hintergrund begrüßt die Stadt die Initiative von lokalen Investoren, die im Ortsteil Werder ein kleines Wohngebiet erschließen wollen. Im Stadtentwicklungsausschuss wurden für das Bauplanverfahren erste Weichen gestellt. Als Investoren agieren der Penzliner Nobert Lützkendorf sowie die Seeweide GmbH Kohn. Wie Michael Meißner von Baukonzept Neubrandenburg erläuterte, soll das Wohngebiet Werder am Ortseingang im Bereich der ehemaligen Tierhaltungsanlage entstehen. Dort befindet sich jetzt noch ein leer stehendes Stallgebäude. Auf der Fläche von knapp einem Hektar seien bis zu acht Wohngrundstücke möglich.
„Sie werden eine Größe von 900 bis 1200 Quadratmetern haben. Von den örtlichen Bauvorschriften sind nur vorgegebene Dachneigungen zu berücksichtigen. Das ermöglicht den Bauherren eine große Vielfalt in der Gestaltung ihrer Häuser”, kam der Bauplaner auf die vorliegenden Entwürfe zu sprechen. Aktuelle Regularien des Baugesetzbuches machen das Einbeziehen von Außenbereichsflächen möglich sowie ein beschleunigtes Bauverfahren. Und das, obwohl Penzlin noch über keinen Flächennutzungsplan verfüge. Diese Chance wolle man unbedingt nutzen, so Bürgermeister Sven Flechner. „Vordergründiges Ziel ist es, der ständigen Nachfrage an stadtnahen Baugrundstücken gerecht zu werden und damit auch der drohenden Abwanderung von jungen Familien entgegen zu wirken”, so der Verwaltungschef. Auf jeden Fall werde auch der Ortsteil davon profitieren.
Als Investor für den ebenso in Werder geplanten Naturcampingplatz können Dirk Lindemann und seine Ehefrau Marie-Kristin von der Seeweide GmbH für das neue Wohngebiet auf bereits getroffene Vereinbarungen mit dem Müritz-Abwasserzweckverband setzen. So ist der Bau einer Abwasserdruckleitung geplant sowie das Installieren neuer Versorgungsleitungen für Trinkwasser. Auch mit der Telekom und mit einem Gasversorger sei man im Gespräch. Davon hätten bei Bedarf alle Einwohner einen Gewinn.
Dass diese acht Wohnhäuser aufgereiht werden sollen wie an einer Perlenkette, das merkte Stadtvertreter Bernd Ebert kritisch an. „Diese Frage haben wir im Vorfeld auch diskutiert. Doch die Raumordnungsbehörde wird keine zweireihige Bebauung genehmigen”, gab Dirk Lindemann zu verstehen. „Werder ist ein Straßendorf, durch das eine Hauptachse führt. Das wird der entscheidende Grund dafür sein”, warf Sven Flechner in die Diskussion ein.
Warum das Eigenheimgebiet Werder dem angedachten zweiten Bauabschnitt am „Seeblick” in Penzlin vorangestellt werde, das wollte Abgeordneter Torsten Krüger wissen. „Wir gehen davon aus, dass mit dem neuen Verfahren die Bauplanung für Werder in einem halben Jahr abgeschlossen sein könnte. Für die Erweiterung des Wohngebietes am Stadtsee wird die Planungszeit deutlich länger dauern. Ist hier doch noch nicht einmal der Grundstückserwerb gestartet”, lautete die Antwort des Bürgermeisters. Müsse die Stadt hier die Erschließung übernehmen, könnte das zudem nur abschnittsweise erfolgen. Sei das doch vor allem eine Kostenfrage.
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m.jacobs@nordkurier.de

22.09.2017 
Quelle: Nordkurier 

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