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23.08.2015

Startschuss! Diener fordert Ringguth heraus

Politischer Paukenschlag: Kreistagspräsident Thomas Diener will in einer CDU-Kampfabstimmung dem seit 13 Jahren für den Wahlkreis Müritz I im Landtag sitzenden Abgeordneten Wolf-Dieter Ringguth die Kandidatur für das Direktmandat abjagen. Im Interview mit Andreas Becker verrät Diener seine Motive.

Herr Diener, Sie haben sich entschieden, gegen Wolf-Dieter Ringguth anzutreten. Was können Sie besser als Ringguth?
Mich haben zahlreiche Parteifreunde aus der gesamten Region gebeten, mein unternehmerisches Wissen und meine langjährige kommunalpolitische Erfahrung für die kommende Legislaturperiode des Landtages zur Verfügung zu stellen. Nach gründlicher Überlegung bin ich nun zu der Entscheidung gekommen, als Direktkandidat für den Wahlkreis Müritz anzutreten. Die Veränderungen der letzten Jahre haben gerade die Müritz-Region stark getroffen, dies gilt nicht allein für die Kreisgebietsreform. Politik muss vor Ort ein Gesicht haben. Es ist gerade für eine Volkspartei, wie die CDU es als Einzige in der Region noch ist, von ganz besonderem Interesse, den Bürgern zuzuhören und sich mit ihren Ängsten und Befindlichkeiten auseinanderzusetzen. Ich möchte die Region so vertreten wie sie es verdient hat, nämlich als Perle unseres Landes und da sehe ich erhebliche Chancen für die Zukunft
Wie beurteilen sie selbst ihre Chancen, schließlich ist ihr Kontrahent seit Jahren eine parteipolitische Hausnummer?
Wie sich die Chancen tatsächlich darstellen, kann und will ich nicht beurteilen. Ich schätze es sehr, wenn möglichst viele Kandidaten zu einer Wahl antreten, denn das zeigt wie lebendig meine CDU ist. Am Ende wird dann die Kandidatin oder der Kandidat gewinnen, der die Mehrheit der Mitglieder auf sich vereinigen konnte, so funktioniert Demokratie und das ist gut so. Mein Leben hängt weder vom Erfolg noch vom Misserfolg bei dieser Wahl ab. Ich möchte ein alternatives Angebot unterbreiten.
Sie sind als Kreistagspräsident, als Bürgermeister Möllenhagens und als Chef der Müritz-Bauern bestens vernetzt, aber auch zeitlich stark belastet. Wie verträgt sich das mit dem stressigen Job des LandtagsabgeordnetenIm Vorfeld meiner Entscheidung habe ich mich mit diesem Sachverhalt natürlich auseinandergesetzt. Die Koordination von Zeit ist für mich als Unternehmer tägliches Geschäft und damit völlig normal. Für Außenstehende scheint das vielleicht etwas viel an Zeit, die man vor allem in das Ehrenamt investiert, aber mit einem guten Team und einer guten Organisation ist es unproblematisch, mehrere Tätigkeiten zu verknüpfen. Die Herausforderung mit der Aufgabe eines Landtagsabgeordneten begreife ich als Chance und nicht als Hindernis.
Sollten die CDU-Mitglieder am 1. September für Sie votieren, kämpfen Sie gegen die junge Nadine Julitz von der SPD um das Landtagsmandat im hiesigen Wahlkreis. Warum gewinnen Sie das Mandat?
Es kann sein, dass ich etwas konservativ bin, aber für mich sollte ein Landtagsabgeordneter ein Mindestmaß an Lebens- und Berufserfahrung mitbringen. Ich finde es problematisch, wenn junge Menschen direkt vom Studium sofort eine Parteilaufbahn machen. Aus meiner Sicht bevorzugen die Bürgerinnen und Bürger eher Kandidaten, die eine sehr umfassende und vielfältige Lebenserfahrung vorweisen können. Landtagsabgeordnete sollten auch finanziell unabhängig sein, damit sie jederzeit aus der Politik aussteigen können. Die Bürgerinnen und Bürger haben die Wahl und sollen bitte selbst entscheiden, welchen Lebensweg sie unterstützen wollen.
Was braucht die Müritzregion, um in den nächsten fünf Jahren ein größeres Gewicht in der Landeshauptstadt zu bekommen?
Als Mitglied des Kreistages und anschließend als Kreistagspräsident habe ich die Erfahrung gemacht, dass es gelingen kann, parteiübergreifend in Sachfragen zu überzeugen, wenn man mit Ruhe und der nötigen Zurückhaltung agiert. Ich bin davon überzeugt, dass es für meine Heimat langfristig von Vorteil ist, wenn man in Schwerin Landtagsabgeordnete hat, die mit diesen Fähigkeiten ausgestattet sind. So wäre es vielleicht möglich gewesen, den Erhalt der Südbahn oder anderer Bahnverbindungen in unserer Region sicherzustellen. Es sind die Sachfragen, die das Gewicht einer Region bestimmen und da bedarf es einer intensiven Überzeugungsarbeit, die ich gern im Auftrag der Bürger wahrnehmen würde.

23.08.2015 
Quelle: Nordkurier 

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